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Posts Tagged ‘Spinat’

Boah, was geht mir der Februar auf den Sack! Von klein auf sind der „Feb“ und ich in einer Hassliebe verbunden. Völlig ignorieren kann ich ihn nämlich nicht. Denn ich hab im Februar Geburtstag, ich Fisch! Apropos: Heute gibt’s lecker Friday Night Dinner Date mit Fisch, cremigem Spinat und pochiertem Ei. Geht doch!

Hast Du auch so einen Monat im Jahr, den Du hasst? Ich kann mich mit allen Monaten echt arrangieren. Aber der Februar, ey… Hier der Beweis:

März: Hurrah, es wird langsam alles grün und freundlich!

April: Spargelsaison startet und Ostern bringt Frankfurter Grie Soß und lecker Schokoeier!

Mai: Ständig Feiertage und super Wetter!

Juni: Der Sommer beginnt und ist noch nicht so heiß. Schön!

Juli: Die Tage sind nach Mittsommer wunderbar lang. Endlose Grillabende auf der Terrasse!

August: Sternschnuppen-Alarm, jede Menge Tomaten und das Wiesbadener Weinfest!

September: Es ist nicht mehr zu heiß, aber noch schön warm.

Oktober: Goldener Herbst, bunte Blätter und lecker Gemüse zum Ernten. Und Wein.

November: Jetzt wird’s kuschelig, die Zugvögel verlassen das Land.

Dezember: Weihnachten! Silvester! Es wird gefeiert und geschlemmt, Baby!

Januar: Frisch auf in’s neue Jahr. Pläne machen!

Februar: ….

Überzeugt? February sucks!

Vielleicht sehen Karneval- und Faschings-Fans das anders. Aber ich fand als Kind schon blöd, dass man nie raus konnte, weil alles nass und dunkel war. Keiner hatte mehr Lust auf das Drinnenhocken, weil der Winter schon EWIG dauert. Was habe ich Mai- oder September-Kinder beneidet mit ihren Gartenfesten und Lampions und Grillwürsten. Bei mir gab es immer Kreppel (= Berliner) zum Kaffee, weil ja Fasching war. Toll!

Als wir dann an meinem 30. Geburtstag dem entfliehen wollten, war da nix mit Mandelblüte auf Mallorca. Nein, es war der kälteste Februar seit Wetteraufzeichnung. Herzlichen Dank auch. (Dafür gab’s den Heiratsantrag vom bEdW. Ok, das hat mich schon sehr versöhnt *herzchenindenaugen*)

Am Wochenende rund um meinen 40. Geburtstag waren wir dann in Rom.

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Bei 20 Grad hatten wir am Tag vorher und am Tag danach Campari Sprizz am Campo di Fiori in schönstem Sonnenschein. An meinem Geburtstag selbst haben wir den Regentag (!) genutzt, um die Sixtinische Kapelle anzuschauen. Typisch, oder? An diesem Wochenende fing der Plan an zu reifen mich selbstständig zu machen. Ok, auch das hat mich ein bisschen versöhnt mit dem Februar. Vielleicht wird das doch noch was mit dem ollen Feb und mir…

Also gibt’s zur Feier von Wassermännern und Fischen heute Fisch! (Um mal wieder auf’s Essen zurückzukommen!)

Ein köstliches Essen, das fast ein bisschen an den Kindheitsklassiker Rahmspinat mit Fischstäbchen und Spiegelei erinnert, kam neulich auf unseren Tisch:

Geräucherte Forelle mit cremigem Blattspinat und pochiertem Ei! 

Rahmspinat pochiertes Ei Kabeljau Foodblog German Abendbrot

Zutaten für zwei Personen:

2 geräucherte Forellenfilets

300 gr gewaschener, fein gehackter Blattspinat

2 frische Eier

4 festkochende Kartoffeln, geschält

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Muskat

1 Lorbeerblatt

300 ml Milch

1/2 weiße Zwiebel (geschält aber nicht gehackt)

25 gr Butter

25 Mehl

1 EL Weißweinessig

Zubehör: 1 Topf für die Kartoffeln, 1 Topf für den Rahmspinat, 1 Topf für die Béchamelsauce,  Schneebesen, 2 kleine Schälchen oder Suppenkelle für die Eier, 1 Topf für die pochierten Eier

Zubereitungszeit: 30 min zzgl. dem Bewältigen des Küchen-Chaos hinterher…

So geht’s:

Kartoffeln aufsetzen und gar kochen.

Backofen auf etwa 60 Grad erhitzen. Die Forellenfilets auf einen Teller legen und leicht im Backofen erwärmen. Idealerweise auch die Servierteller schon vorwärmen.

Spinat waschen, hacken und noch nass in einen Topf geben. Darin einige Minuten bei mittlerer Hitze dämpfen, bis er zusammengefallen ist.

Milch in einen Topf geben, Lorbeer, die halbe Zwiebel, Pfeffer und Muskat dazugeben und einmal aufkochen lassen. Lorbeerblatt und Zwiebel herausnehmen und bei mittlerer Hitze Mehl und Butter mit dem Schneebesen zu einer glatten Béchamel verrühren. Ist sie zu dünn: Etwas einköcheln lassen. Ist sie zu dick: Noch etwas Milch unterrühren.

Jetzt die Béchamel über den Spinat im Topf gießen, gut vermischen, etwas salzen und und lediglich etwas warm halten.

Zum Schluss die Eier pochieren. Dafür bringe ich  1 l Wasser zum Kochen und gebe 1 EL Weißweinessig hinein. Dann schlage ich je ein Ei in eine kleine Schale oder Suppenkelle. Mit einem Kochlöffel rühre ich jetzt einen Strudel ins Wasser und reduziere die Hitze so, dass das Wasser nur noch siedet. Dann lasse ich das Ei hineingleiten. Nach etwa 2-3 Minuten ist das Ei wunderbar soft und heiß. Beim zweiten Ei genauso verfahren. (Eine ebenfalls gelingsichere Zubereitungsmethode findest Du bei Robert)

Jetzt die Forellenfilets aus dem Backofen nehmen und zusammen mit den Kartoffeln, dem Spinat und dem pochierten Ei servieren.

Fertig ist ein köstliches, sehr softes und verwöhnendes Gericht, mit dem Du dem Februar eine lange Nase drehst!

(Und am besten schaust Du jetzt nicht, wie sich das benutzte Geschirr in der Küche stapelt. Der Genuss ist es wert!)

Schönes Wochenende!

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We call it a Klassiker! (Verzeih‘ mir zum Start der Fußball-EM bitte die Allegorien!) Palak Paneer, indischer Spinat mit festem Frischkäse, IST aber auch ein Klassiker. Und sehr leicht selbst zu machen. 

Grün wie der Rasen von Wembley ist so ein Palak (i.e. Spinat). Und weiß wie die Trikots unserer Jungs der wunderbare Paneer (i.e. Frischkäse). Zusammen also ein würdiges Gericht, um es sich mit einem eisgekühlten Bier vor dem Fernseher bequem zu machen. Oder wie ein großer deutsche Philosoph mal sagte: „Geht’s raus und spuits Fußball!“

Palak Paneer ist ein feines vegetarisches Hauptgericht oder neutralisiert wunderbar etwas schärfere, kräftigere Gerichte wie Lamm-Vindaloo oder Mirchi Korma (scharfes Kaschmiri-Lamm).

Ausnahmsweise muss das Eckige ins Runde: Palak Paneer!

Ausnahmsweise muss das Eckige ins Runde: Palak Paneer!

Für ein schnelles, unkompliziertes Friday Night Dinner Date kannst Du den Paneer natürlich im gut sortierten Asia-Shop oder einem indischen Supermarkt kaufen. Notfalls geht auch ein schnittfester Tofu. Oder ganz zur Not auch festkochende Kartoffeln. Sogar mit Haloumi wurde Palak Paneer schon gemacht. Und den gibt es nun wirklich mittlerweile überall…

Paneer hausgemacht

Falls Du aber den Paneer selbermachen möchtest, geht das auch relativ flott. Idealerweise am Vorabend oder am Morgen. Wir haben Paneer aber auch schon gemacht, während unsere Gäste schon am Tisch saßen. Mehr als eine gute Stunde braucht der Käse nicht. Hier findest Du ein Rezept inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung aus meiner alten Münchner Küche zur Paneer-Herstellung.

Wenn das Paneer-Thema befriedigend gelöst ist, widmest Du Dich dem Spinat. Und das geht wirklich ratzifatzi!

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht oder für 4 als Teil einer indischen Tafel:

Paneer aus 2l Milch (oder etwa 400gr gekaufter Paneer)

Zum Anbraten: Etwas Ghee, Kurkuma, Cumin und Salz.

Für das Palak:

600 gr frischer Blattspinat (oder etwas weniger TK-Spinat, gut abgetropft)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer

je 1/2 TL Koriandersamen, Kurkuma, Kreuzkümmel/Cumin und Chilipulver

1 EL Ghee

Salz

Prise Zucker

200 gr nicht zu magerer Joghurt (mind. 3,5%)

200 ml Gemüsebrühe (evtl. etwas weniger, falls der Spinat TK oder sehr feucht ist)

Zubehör: Große Pfanne oder Topf mit Deckel

Zubereitungszeit: 20min (ohne Paneer)

So geht’s:

Frischen Blattspinat waschen und gut abtropfen lassen. Fein hacken. Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer schälen und fein hacken.

Um den Paneer anzubraten, erhitzt Du die Pfanne und gibst etwas Ghee so wie die o.g. Gewürze hinein, bis sie anfangen zu duften. Dann brätst Du den in Würfel geschnittenen Paneer von allen Seiten etwas an und stellst ihn beiseite.

In der Pfanne erhitzt Du nun 1 EL Ghee. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anschwitzen. Gewürze hinzugeben, vermischen und alles gut erhitzen, bis die Gewürze aromatisch duften.

Nun den Spinat hinzugeben und unter Rühren andünsten, bis er zusammenfällt. Einen Teil der Gemüsebrühe hinzugeben, aufköcheln lassen. Mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze einige Minute garziehen lassen. Bei Bedarf noch etwas Brühe nachgießen oder bei offenem Deckel die Flüssigkeit reduzieren lassen.

Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Wer mag, kann den Spinat jetzt leicht anpürieren. Ich mag es, wenn der Spinat weniger nach Babybrei aussieht…

Nun die Paneer-Würfel hineingeben, vorsichtig unterheben und heiß werden lassen.

Hitze ausschalten und zum Schluss den Joghurt unterrühren (der Spinat darf nicht mehr kochen, sonst flockt der Joghurt. Generell gilt: Je fetter der Joghurt, desto weniger Flocken-Risiko).

Mit Reis oder Naan servieren.

Voilà, fertig ist ein köstliches, hausgemachtes Palak Paneer, das Du Dir nicht für teuer Geld von rosa Radlern durch die halbe Stadt liefern lassen musst. Schmeckt mindestens so gut wie beim Inder, ist deutlich günstiger und sehr einfach gemacht. (Ich habe immer auch etwas TK-Blattspinat im Gefrierer. So lässt sich das Gericht auch einfach aus Vorräten zubereiten.)

Und jetzt: GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL!!!!!  (und ein schönes Wochenende!)

 

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Meine Vorstellung vom Himmel? Die Wolken sind aus Taleggio, das Gras aus Spinat. Und fleißige Engelchen haben den Mürbeteig schon vorbereitet, während überall vorgeheizte Öfen herumstehen, die rufen: „Schieb eine Tarte hinein!“

Ok, bevor Du jetzt die Männer mit der weißen Jacke anrufst, schau Dir einfach mal an, was ich für Dich habe:

Tarte

Na, willste ’n Stück?

Dann pflück‘ Dir ein Taleggio-Wölkchen und etwas Spinat und such‘ Dir ein Engelchen für den Mürbeteig. Denn das brauchst Du alles:

Zutaten für meine himmlische Spinat-Taleggio-Tarte:

Für den Mürbeteig:

200 gr Mehl

100 gr Butter

1 Ei

Prise Salz

Für den Belag:

500 gr frischer Spinat, gewaschen, belesen, gehackt

3 Eier

1 Zwiebel, geschält und fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gepresst

2 EL süße Sahne

1 TL Butter (und etwas Butter für die Form)

150 gr Taleggio

Salz

Pfeffer

Muskat

Optional: San Daniele Schinken in kleine Stücke gezupft

Zubehör: Eine beschichtete Pfanne, eine beschichtete Tarte-Form (26cm), Nudelholz, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 20 min (plus 30 min Backzeit)

So geht’s:

Die Zutaten für den Mürbeteig gut vermischen, durchkneten und einen Kloß formen. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.

Den 1 TL Butter in der Pfanne erhitzen. Zwiebelstückchen und Knoblauch darin anschwitzen. Spinat dünsten, bis er zusammengefallen ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit dem Nudelholz zu einem runden Fladen ausrollen (das geht am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie), der die Tarteform ausreichend bedeckt und noch etwas für den Rand übrig hat (also ca 30 cm Durchmesser).

Teig in die Form legen (bei nicht-beschichteten Formen vorher etwas buttern!) und kühl stellen.

Restliche Zutaten (Taleggio, Sahne, Eier) an die Spinat-Masse geben und gut vermischen. Final würzen und abschmecken.

Tarteform mit dem Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit den Gabelzinken kleine Löcher in den Teig stechen und die Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen (Achtung! Wirkt ziemlich flüssig. Passiert aber nix!)

Im Backofen auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen, bis die Ei-Mischung gestockt und relativ fest ist.

Wer mag, legt jetzt noch für ein paar Minuten die zerzupften San Daniele Stücke auf die Oberfläche und wartet, bis diese knusprig sind. Vegetarier lassen diesen Teil des Spaßes einfach weg.

Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Am besten lauwarm servieren und hmmmm…..

Fertig ist eine schnelle Freitagabend-Tarte, die herrlich cremig und spinatig-würzig ist. Ein absoluter Gaumen- und Seelenschmeichler. Mit dem würzigen und krossen San Daniele-Schinken ist sie rundherum köstlich! Und während sie bäckt, hast Du noch genügend Zeit, um Schlips und Schuhe von Dir zu werfen, den Weißwein zu öffnen, den Liebsten/die Liebste zu küssen. Na, klingt das nicht himmlisch?

Habt alle ein wunderschönes Wochenende!

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Ich genieße im Moment nichts so sehr wie unsere Terrasse. Ob bei einer  morgendliche Tasse Tee, der Kräuter-Aufzucht, einem Sundowner mit Blick auf Taunus und Rheingau nach der Arbeit oder BBQ am Wochenende. Der orientalische Fattoush ist dabei eines unserer Lieblings-Terrassen-Gerichte.

Ich mag’s unkompliziert: Was ist vom Markteinkauf noch übrig? Kann man das altbackene Brot noch verwenden? Und kratz‘ doch mal den Rest Harrissa zusammen! Fertig ist mein absoluter Lieblingssalat der Saison: Einen Tusch für den Fattoush!

Fattoush

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 türkisches Fladenbrot (vom Vortag, oder im Ofen kurz aufbacken)

1/2 Salatgurke, geschält und entkernt

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

1/2 Bund Minze

1 TL Harissa (scharfe, orientalische Chilipaste. Es gibt sie im türkischen Supermarkt oder im Orient-Regal im Supermarkt. Könnt Ihr aber auch selber machen)

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerliches Gewürz (türk. Supermarkt, Gewürzfachhandel))

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll Spinatblätter oder Pflücksalat

Zubereitungszeit: 15min + Zeit zum Durchziehen

Zubehör: Große Salatschüssel

So geht’s:

Fladenbrot vom Vortag in mundgerechte Stücke schneiden. Oder: Sehr frisches Brot quer durchschneiden und im Backofen auf der Umluftstufe etwas aufbacken und anschließend abkühlen lassen, dann in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse und Kräuter hacken. In einer großen Schüssel Sumach, Harissa, Salz, Pfeffer, Öl und Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Gemüse (nicht den Salat/Spinat!) und Brot hinzugeben und alles ordentlich vermischen. Mindestens 10 Minuten, gerne auch etwas länger, durchziehen lassen. Abschließend Salat-/Spinatblätter hinzugeben, noch einmal gut mischen und abschließend abschmecken. Mit einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt ein eiskaltes Bier ebenso wie ein Glas Mineralwasser mit Rhabarber-Sirup.

Und was esst Ihr diesen Sommer?

Nach seinem ersten Auftritt vor vier Jahren ist der Fattoush feste in unser Repertoire übergegangen. Mit kleinen Verbesserungen ist er jetzt ein weiterer Teil meiner kleinen, unregelmäßigen Reloaded-Reihe über Gerichte, die eine kleine Auffrischung und einen neuen Post verdient haben.

 

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Nicht schön, aber köstlich und prima, um Reste zu verwerten: Die griechisch angehauchte Hackfleischpfanne mit Kartoffeln, Feta, Spinat und einer großen Prise Ras el Hanout!

Ich rege mich immer ein bisschen auf, wenn Leute nicht kochen, weil das ja so wahnsinnig teuer sei. Dabei ist jede selbstgemachte Pizza, jede Kartoffelsuppe, jedes saisonal eingekaufte Gemüse (im Winter zum Beispiel Wirsing, Sauerkraut, Grünkohl…) häufig günstiger als der Eintopf aus der Dose oder die TK-Fertigpizza.

Das heißt aber nicht, dass man auf gute Zutaten verzichten muss. Einkaufen nach Saison, kleinere Mengen Fleisch – dafür von guter Qualität, Reste verwerten statt wegwerfen usw. Das sind alles kleine Schritte, die insgesamt aber nicht nur Geld sparen, sondern einen weiteren großen Vorteil haben: Man weiß, was man isst. Denn wer mal die Zutatenliste einer Fertigpizza gelesen hat, wird die einfache Mischung von Hefe, Wasser und Mehl zu schätzen wissen. Ganz zu schweigen von Salami- oder Schinkenbelag aus fragwürdiger Herkunft.

Das Thema Resteverwertung treibt uns immer wieder um. Unter der Woche sammelt sich viel im Kühlschrank an, weil wir unregelmäßig einkaufen, teilweise nacheinander oder gar nicht essen, immer irgendwie zu viel kaufen, zu viel kochen, viel zu selten Reste zum Mittagessen mit ins Büro nehmen. Lange im Voraus planen können wir unsere Abendessen auch nicht, da die Termine garantiert wieder einen Strich durch die Essensplanung machen… Also machen wir freitags gerne Platz im Kühlschrank, bevor es Samstag wieder frische Sachen vom Markt gibt!

Neulich hat uns ganz wunderbar eine griechisch angehauchte Hackfleischpfanne geschmeckt, die aus den Vorräten zusammengekramt wurde. Nicht schön, aber wirklich schmackhaft, schnell und mit gutem Gewissen:

Hackfleischpfanne

An den großen Kartoffeln und den grob gewürfelten Fetastücken erkennt Ihr gut, wie groß der Hunger war. Schnell, schnell an die Töpfe und an den Tisch gesetzt. HUNGER!!

Zutaten für 2 hungrige Freitagabendesser benötigt Ihr:

200 gr frischen Spinat (oder die entsprechende Menge TK-Spinat)

180 gr Rinder- oder Lammhack

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Scheibe Ingwer

1 TL Ras el Hanout

1 TL Pul Biber

4 kleine festkochende Kartoffeln

150 gr Feta

1 EL Saure Sahne

Salz und Pfeffer

1 EL Olivenöl

Zubehör: 1 Topf für die Kartoffeln, 1 große Pfanne

Zubereitungszeit: ca. 40 min

So geht’s:

Kartoffel schälen, vierteln und kochen, bis sie fast gar sind.

Währendessen Spinat waschen und grob hacken. Zwiebel und Knoblauch jeweils schälen und fein hacken. Das Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und die Ingwer-Scheibe andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Hackfleisch anbraten. Spinat hinzugeben und unterrühren. Mit Pul Biber und Ras el Hanout würzen. Salzen und etwas pfeffern. Die garen Kartoffeln abschütten und unter die Pfanne mischen. Mit dem EL Saure Sahne binden. Den Feta würfeln und vor dem Servieren hinzugeben.

Ein köstliches „Resteessen“ mit vielen Aromen, das so richtig Seele und Magen satt macht!

Schneller und einfacher kann man hungrige Münder kaum stopfen. Dabei kann man natürlich seine Phantasie spielen lassen und die vorhandenen Vorräte berücksichtigen. Wer die Gewürze nicht im Haus hat, muss sie nicht kaufen. Etwas Kreuzkümmel, Chilipulver, einen halben Anisstern, eine Nelke finden sich vielleicht doch noch im Gewürzregal. Das Pul Biber kann durch scharfes Paprikapulver ersetzt werden…

Also, ran an die Töpfe, die Vorratsregale und die hintersten Ecken im Kühlschrank. Was ist Euer Lieblings-Resteessen? Eintopf, Omelette, Auflauf? 

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Indische Küche muss nicht immer aufwendig sein. Richtig unkompliziert und schnell ist dieses köstlich würzige Hühnchen mit Spinat und vielen indischen Gewürzen!

Über das Spinathühnchen-Rezept bin ich vor Jahren auf der Website der US-Zeitschrift „Food & Wine“ gestolpert und habe das Ganze natürlich auch gleich verbloggt und verlinkt. Mir gefiel die schnelle Zubereitungszeit, obwohl das Gericht alles hat, was ich an der indischen Küche liebe: saftiges Fleisch, eine würzige Sauce und aromatisches Gemüse!

Wie aber auch schon bei den herzhaften Walnuss-Parmesan-Tomaten-Keksen habe ich panisch Angst davor, dass das feine Rezept mal von der Website genommen wird.

Also habe ich das köstliche Hühnchen mit Spinat und indischen Gewürzen noch mal zubereitet, etwas abgewandelt, ein hoffentlich etwas besseres Foto gemacht und werde das Rezept jetzt hier festhalten. Ein weiterer Beitrag meiner kleinen Reloaded-Reihe:

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Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

300 gr Hühnerbrust oder Hühnerfleisch ohne Knochen und Haut

1 mittelgroße feingehackte weiße Zwiebel

1 EL feingehackter oder geriebener Ingwer

1 EL Cumin

1 EL Koriander

2-3cm Zimtstange

6 Körner Tellycherry-Pepper

1 TL Kurkuma

1 TL rosenscharfes Paprika

Salz

400 gr geschälte Tomaten aus der Dose

2 grüne Chilischoten, in feine Ringe geschnitten

100 ml fetten Joghurt

2 große Hände voll frischen Spinats (oder vergleichbare Menge TK-Blattspinat)

etwa 200ml Wasser oder Hühnerbrühe

2 EL Ghee

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Mörser

Zubereitungszeit: 45min

So geht’s:

Cumin, Koriander, Zimt und Pfefferkörner im Mörser fein mahlen. Hühnerfleisch in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden. Blattspinat waschen, gut abtropfen lassen oder trocken schleudern, grob hacken.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Chili und Ingwer einige Minuten anschwitzen. Alle Gewürze in die Pfanne geben und unter Rühren anbraten, bis Aroma aufsteigt. Tomate hinzugeben. Alles gut verrühren und aufkochen lassen. Etwas von dem Wasser oder der Brühe hinzugeben und den Spinat unterrühren. Hitze reduzieren, Deckel schließen und 3-5 min köcheln lassen.

Jetzt das Hühnchen hinzugeben und salzen. Deckel wieder schließen und das Hühnchen garen (dauert 10-12 min). Ist das Curry noch zu flüssig, noch mal aufgedeckt bei höherer Hitze einkochen lassen. (Wenn Ihr TK-Spinat verwendet, unbedingt weniger Wasser/Brühe verwenden!). Wenn Euch noch Flüssigkeit fehlt, einfach noch etwas von dem Wasser bzw. der Brühe zugießen.

Zum Schluss den Joghurt einrühren und die Hitze abschalten, da sonst der Joghurt flockt. Alles noch mal abschmecken mit Salz und ggf. einer Prise Zucker.

Dazu passt Reis oder Naan, indisches Fladenbrot.

Ich wünsche Euch ein entspanntes, kuscheliges Wochenende, das mit diesem würzigen Spinathühnchen einen feurigen Start findet!

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Ich liebe Spinat. Und ich liebe die indische Küche. Wie schön, dass beides wunderbar zusammenpasst und Spinat eine klassische Zutat meiner Lieblings-Länderküche ist.

Außerdem testet eine meiner Lieblingsbloggerinnen und Foodjournalistinnen, Katharina Seiser (www.esskultur.at), gerade für 21 Tage die vegane Lebensweise. Ihre Erkenntnisse und Rezepte sind auch für Nicht-Veganer interessant, ihre Texte ohnehin immer genial zu lesen. Ich freue mich schon auf den fertigen Artikel, der im Frühjahr in der österreichischen Frauenzeitschrift MAXIMA erscheinen wird. Denn ich traue ihr zu, dass sie weder dogmatisch noch plakativ wird, sondern ernsthaft, abwägend und erkenntnisreich von Ihren drei Wochen Veganertum berichten wird.

Obwohl ich weit davon entfernt bin, mich vegan ernähren zu wollen, freut es mich, dass eines meiner Gerichte für Katharinas Selbstversucht passend ist. Vielleicht ist es eine kleine Inspiration, wenn’s mal wieder langweilig oder schwierig wird mit den 21 Tagen…

Wir hatten nämlich neulich ein Baghare Bhaji aus Pushpesh Pants kongenialem Kochbuch „India“ (Mehr dazu u.a. hier). Das Gericht stammt aus der Region Hyderabad im Südosten des Subkontinents. Die Küche der Region ist bekannt für seine zahlreichen Einflüsse unterschiedlichster Religionen und Kulturen sowie seine üppigen Dessert. Auch das Reisgericht Biryani kommt von hier. Aber auch zahlreiche vegetarische/vegane Rezepte stammen aus Hyderabad – beispielsweise das würzige Spinat-Curry Baghare Bhaji:

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(Das Foto ist ein Alptraum. Ich hatte die Kamera verstellt, so dass kaum zu erkennen ist, was sich im Thali-Schälchen befindet. Ich bitte das zu entschuldigen!)

Das Schönste an dem Spinatgericht: Es geht für indische Verhältnisse schnell und kann somit auch abends als leichtes Abendessen zubereitet werden.

Zutaten für 2 Personen (leicht abgeändert gegenüber dem Original):

2 EL neutrales Pflanzenöl

350 gr Spinat, fein gehackt

1 TL Kreuzkümmel, gemörsert

2 Zwiebeln, grob gehackt

3 getrocknete Chilis

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Koriandersamen, gemörsert

1/2 Bund frischer Koriander, fein gehackt

3 grüne Chilis, in Ringe geschnitten

Zum Würzen:

1 EL Pflanzenöl

1/2 TL Kreuzkümmelsamen

1 TL Senfsamen

8 frische Curryblätter (Danke, Tina!)

Zubereitungszeit: etwa 30 min

Zubehör: eine mittelgroße Pfanne oder Topf, eine kleine Pfanne.

So geht’s:

2 EL Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen. Gemahlener Kreuzkümmel, getrocknete Chili (etwas zerdrücken) hinzugeben und anrösten. Die Zwiebeln hinzugeben und unter Rühren anschwitzen, bis sie goldfarben sind. Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, Kukurma und den gemahlenen Koriander ebenso. Alles unter Rühren anbraten, bis es deutlich zu duften anfängt. Jetzt den gehackten frischen Koriander, den gehackten Spinat und die grünen Chilis unterrühren. Salzen und bei niedriger Hitze einige Minuten andünsten. Dabei mit einem Holzkochlöffel die Blätter noch etwas zerdrücken.

In der kleinen Pfanne nun den EL Öl erhitzen. Kreuzkümmel, Senfsamen und Curryblätter unter Rühren anbraten. Die Gewürzmischung über den Spinat geben und sofort servieren.

Dazu passt Naan oder Reis. Oder Ihr esst den köstlich-würzigen Spinat einfach so…

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