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Posts Tagged ‘Suppe’

Wenn Du heute Abend etwas Wärme für Magen und Seele brauchst, dann mach‘ Dir diese chinesische Hühnersuppe mit Shitake-Pilzen und alles wird gut…

Über die heilende Kraft von Hühnersuppe habe ich an dieser Stelle schon mal geschrieben. Aber so eine Suppe hat nicht nur nachweislich medizinische Wirkung. Sie streichelt Dir auch die Seele, wenn Du einen blöden Tag, eine garstige Woche, eine hartnäckige Erkältung, Streit oder einfach schlechte Laune hast. Oder einfach, falls Du einem anderen Menschen zeigen willst, dass Du ihn liebst…

Gegen die Erkältung, die mich die letzte Woche geplagt hat, hilft auch mein scharfes Ma Po Dou Fu, das Dir die Atemwege wieder freibläst. Aber gegen die miese Stinkelaune, die mich am Montag fest im Griff hatte, half eine heiße, reichhaltige Hühnersuppe mit Shitake-Pilzen. Eine Schale Glück (Glück muss nicht zwingend schön aussehen!):

chinesische suppe

Das Schlimmste war, dass es gar keinen Grund für die Stinkelaune gab. Ich war einfach richtig mies drauf. Kennst Du das? Meine Theorie geht so: Im Februar sind die Akkus einfach leer. Während Du im November vom goldenen Herbst zehrst, Dich im Dezember an der Weihnachtszeit erfreust und im Januar voller Elan ins neue Jahr startest, ist der Februar einfach ein Monat zu viel voll grauer Dunkelheit.

Als dann Dienstag die Sonne schien, der Himmel blau und der Spaziergang in der Mittagspause lang war, sah die Welt schon viel besser aus.

Für so eine Hühnersuppe lohnt es sich übrigens eine hausgemachte Brühe herzustellen. Die Extrastunde Arbeit wird Dir mit Aroma und guten Zutaten gedankt. Gekörnte Brühe aus Tüte oder Glas ist wirklich keine Alternative. Im Reformhaus oder dem Bioladen gibt es Fonds ohne Zusatzstoffe. Damit geht es natürlich auch. (Aber etwas Brühe im TK zu haben, lohnt sich wirklich!)

Zutaten für chinesische Hühnersuppe mit Shitake-Pilzen:

100 gr Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

700 ml hausgemachte Hühnerbrühe (hast Du idealerweise eingefroren immer im Haus. Alternativ: Ein Fond aus dem Glas ohne Geschmacksverstärker)

3 verquirlte Eiweiße (mit einer Prise Salz)

100 gr frische Shitake-Pilze, in dünne Scheiben geschnitten (Alternativ: Frische braune Champignons)

1 TL Tapioka-Mehl oder 1 EL Speisestärke

Etwas Sesamöl

1 Frühlingszwiebel, mit dem Grün, in feine Ringe geschnitten

Optional: Eiernudeln

Zubehör: ein ausreichend großer Suppentopf, Schale für das Fleisch, Tasse zum Anrühren der Stärke

Zubereitungszeit: 20 Minuten (Sonst lohnt sich auch der Aufwand, um die Hühnerbrühe anzusetzen. Kein Ersatzprodukt ist so gut wie eine hausgemachte Brühe!)

So geht’s:

Das Tapioka-Mehl mit etwas Wasser in einer Tasse anrühren. Hühnerstücke in eine Schale legen. Etwa 1/3 der Eiweißmasse und die Hälfte der Tapioka-Mischung mit etwas Salz über das Hühnerfleisch geben und einreiben. Restliche Tapioka-Mischung mit dem Eiweiß-Salz-Gemisch in der Tasse verrühren für später.

Die Hühnerbrühe im Suppentopf zum Kochen bringen. Die Hühnerstücke hinzugeben und leicht köcheln lassen. Die Pilze hinzugeben, salzen und aufkochen lassen. Jetzt die Hitze reduzieren und langsam die Tapioka-Ei-Masse einrühren.

Jetzt dickt die Suppe ein und das Ei flockt. Das muss so und ist gewollt. Sieht für europäische Augen so semi-toll aus, ist aber Teil der Show.

Wenn Du glaubst, dass Dich so eine Suppe nicht satt macht, bereite noch asiatische Eiernudeln zu und gib sie in eine Suppenschale, bevor Du die Brühe darübergießt und sie servierst. Aber eigentlich ist die Suppe gehaltvoll und sättigend.

Bevor die Suppe auf den Tisch kommt, gibst Du jetzt noch das Sesamöl darüber und die Frühlingszwiebelringe.

Ich wünsche Euch ein Wochenende voller guter Laune und viel Wärme – im Magen und in der Seele!

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Was ist köstlicher als eine Kartoffelsuppe? Eine Kartoffel-Lauch-Suppe! Und was kann eine Kartoffel-Lauch-Suppe noch toppen? Klaro: KÄSE!!

So eine schöne heiße, wärmende Suppe ist auch bei milden Temperaturen immer noch ein Hochgenuss. Ideal, wenn man seine Lieblingszutaten ganz easy kombinieren kann: Kartoffeln, Lauch, Käse. Nuff said? Nuff said!

KartoffelLauchKäse

Nach einer arbeitsreichen Woche genau das richtige Rezept, um mit frischen Zutaten ein köstliches Süppchen zu kochen, das auch nach einer Runde durch die Tiefkühltruhe noch hinreißend schmeckt und so manch eine Mittagspause verzaubert.

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht inklusive „Rest“ für’s Büro:

4 große festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

2 Stangen Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten (weißer und hellgrüner Teil)

1 kleine weiße Zwiebel, geschält und gewürfelt

800 ml Gemüsebrühe (hausgemacht)

2 große EL Frischkäse

100 gr Cheddar-Käse, gerieben

Salz und Pfeffer

Prise Muskatnuss

Prise Chayennepfeffer

1 Lorbeerblatt

Einige Spalten Parmesan (ich hatte nur noch einen Rest Cheddar, deshalb zum Garnieren der Parmesan – Du kannst aber auch noch etwas Cheddar als Topping nehmen)

4 EL eines guten, nicht zu dominanten Olivenöls, z.B von Ppura

Zubehör: Ein großer Topf, Mixstab

Zubereitungszeit: 30 Minuten

So geht’s:

Einfacher geht’s nicht: Zwiebel und Lorbeerblatt in 2 EL des Olivenöls anschwitzen. Lauchringe hinzugeben und andünsten. Kartoffelwürfel dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Etwa 15-20 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Lorbeerblatt hinausnehmen und mit dem Mixstab pürieren. Den Frischkäse sowie den geriebenen Cheddar unterheben und die Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskat und Chayennepfeffer abschmecken.

In Suppenschalen servieren und mit Käse, etwas frisch gemahlenem Pfeffer und dem restlichen Ölivenöl garnieren.

Für den bEdW hätte ich noch etwas Hackfleisch in einer Pfanne anbraten können. Denn das Einzige, was eine Kartoffel-Lauch-Käse-Suppe noch köstlicher macht, wäre etwas scharf angebratenes Rinderhackfleisch.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!

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Mir kommt kein Geschmacksverstärker ins Haus! Und Dir? Mach Dir und Deinen Lieben doch ein hübsches hausgemachtes Geschenk aus der Küche mit veganem Gemüsebrühenpulver – garantiert ohne nervige Zusätze!

In der Küche hat ein gewisses Fräulein Dogma meiner Meinung nach nichts zu suchen. Es gibt aber etwas, auf das ich wirklich unwirsch reagiere: Geschmacksverstärker! Das findest Du mittlerweile in allem und jedem. Wer braucht das denn? Sogar im Gemüsebrühenpulver aus dem Reformhaus (!) ist blöder Geschmacksverstärker drin. Ich fasse es nicht!

Umso glücklicher war ich, als ich bei der wunderbaren Astrid aka Arthurs Tochter von einem selbst herzustellenden Gemüsebrühenpulver las: Nur beste Zutaten, viel Umami dank Tomatenmark und getrockneter Pilze aber KEIN künstlicher Schnickschnack.

Das Rezept, das ich minutiös befolgt habe (wie alles, das Astrid mir aufträgt!), findest Du hier.

Ok, die Zubereitung benötigt Zeit (etwa 12 Stunden) und ist nicht günstig (mein Stromzähler lief fast so heiß wie der Backofen, in dem das Gemüse stundenlang dörrt). Aber erstens wurde ich mit betörendem Gemüseduft in der gesamten Wohnung belohnt und zweitens weiß ich, was drin ist, in meiner Brühe. Ich mache sie jetzt ungestraft und ohne Bedenken an Suppen, Dressings, Dips und Saucen und habe gleichzeitig ein hübsches Geschenk aus der Küche!

GemüseprühepulverII

Geh‘ auf den Markt, kauf‘ Gemüse der Saison, schmeiß den Backofen an, surf‘ rüber zu Astrid und mach‘ Dein eigenes Pulver. Du wirst kein anderes mehr wollen. Versprochen!

PS: Viele Suppenrezepte findest Du übrigens hier im Blog unter der Kategorie „Suppe“ oder diesem Link.

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Ok, eine Kürbissuppe zu verbloggen ist nun echt nicht super innovativ. Aber, hey, ich HASSE Kürbis. Bisher. Langsam nähern wir zwei uns nämlich an. Und das alleine ist schon ein guter Grund, Euch diese strahlend schöne, schnell gemachte und sehr feine Kürbissuppe heute ans Herz zu legen!

Kürbis und ich – das ist nicht gerade die große Lovestory. Ein halbherziger Versuch mit einem Kürbis-Curry ging ziemlich in die Hose. Ich dachte: „Ach, komm‘. Wenn Du das Ding indisch zubereitest, wird es Dir schon schmecken!“ Aber nix da. Selber austricksen funktionierte da leider nicht: Der verwendete Butternut-Kürbis war einfach zu süß! Bäh!

Kaum fünf Jahre später wage ich mich an einen neuen Versuch: Kürbissuppe! Denn alleine die Farbe und Wärme, die so ein Süppchen ausstrahlt, lässt mir das Herz aufgehen. Dazu kam ein Probierlöffelchen einer köstlichen Kürbis-Walnuss-Suppe, das mir K. neulich beim Italiener abgegeben hat. Also: Wer sich erfolgreich überwindet und zum Rote-Bete-Fan mutiert, der stellt sich auch seiner Kürbis-Phobie!

Kürbissuppe

Wer kann zu so einem Schälchen hießer, würziger Suppe schon „Nein!“ sagen? Ich wollte mich möglichst pur und simpel dem Kürbis widmen. Blitzschnell fertig war eine sehr feine Suppe, die eine hervorragende Basis bildet für Abwandlungen aller Art! (Jetzt muss ich mich nur noch mit Blumenkohl und Rosenkohl (NIEMALS!) anfreunden!)

Los geht’s mit den Zutaten für einen großen Topf Kürbissuppe mit ausreichend „Rest“ für die nächsten Tage:

1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1kg)

500ml Gemüsebrühe

1 kl. Vogelaugenchili, grob gehackt, entkernt

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer, geschält und in Streifen geschnitten

1 Lorbeerblatt

1 Zwiebel, geschält und gehackt

2 EL Olivenöl – und etwas zum Servieren

1 TL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Currypulver)

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Spritzer Zitronensaft zum Abschmecken

etwas Paprikapulver zum Servieren

Optional: Spritzer Sahne oder Kokosmilch

Zubehör: großer Topf mit Deckel, Pürierstab, scharfes, stabiles Messer

Zubereitungszeit: rund 30 Minuten

So geht’s:

Den Hokkaido-Kürbis abwaschen und in grobe Würfel schneiden (Hokkaido muss nicht geschält werden!). Das innere Kern-Gekröse entfernen. Für das Zerteilen braucht man etwas Kraft! Nimm also ein großes, breites, stabiles Messer oder ein Küchenbeil, damit es Dir nicht abbricht!

Währendessen das Öl im Topf erwärmen. Zwiebeln anschwitzen. Ingwer, Chili und Lorbeerblatt sowie das Currypulver hinzugeben und alles miteinander anrösten.

Hokkaido-Würfel hinzugeben und unter Rühren andünsten. Gemüsebrühe hinzugeben und zum Kochen bringen. Dann die Hitze auf mittlere Höhe schalten und zugedeckt für etwa 15 Minuten köcheln lassen. (Die Länge des Kochens ergibt sich daraus, wie groß Eure Kürbiswürfel sind. Lieber ein paar Minuten länger, damit der Kürbis richtig gar ist!)

Wenn der Kürbis gar ist, das Lorbeerblatt herausfischen und den Topf vom Herd nehmen. Jetzt mit dem Pürierstab pürieren, bis die Suppe schön sämig ist.

Jetzt mit Salz und Pfeffer sowie etwas Zitronensaft noch final abschmecken.

Wenn Du magst, kannst Du mit einem Schluck Sahne oder etwas Kokosmilch bzw. einem veganen Sahneersatz die Suppe noch etwas „rund“ machen. Ich fand das aber gar nicht nötig. Die Sahne/Sahneersatz sorgen auch dafür, die Schärfe etwas zu reduzieren, falls Dir Chili und Currypulver zu heftig vorkommen. Probier das einfach mal aus…

In vorgewärmten Suppenschalen mit etwas Olivenöl und einer Prise Paprika servieren – vielleicht auch noch mit ein paar Petersilienblättchen für die Optik.

Fertig ist eine schnelle, gesunde, leichte und köstliche Suppe, die etwas Farbe in den Novemberfreitag bringt! (Vermutlich hat ja schon jeder außer mir Kürbissuppe gekocht und lieben gelernt. Aber für mich ist das echt eine Entdeckung: Kürbis schmeckt!)

Mit der Weinauswahl zu Kürbis (und Curry!) tue ich mir schwer. Hast Du einen Wein-Tipp?           (Den kann man ja auch hinterher trinken – eingekuschelt auf dem Sofa mit Buch und Decke!)

Habt ein schönes Wochenende!!

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Die Sonne brennt auf Wiesbaden herunter und wärmt unsere Dachgeschosswohnung hübsch auf. Aber ich will nicht jammern. Denn: Die liebe Sonne lässt auch die Tomaten reifen. Wunderbar vielfältig liegen sie derzeit an den Marktständen: Dick und rot, gelb, gestreift, grün oder fast braun. Klein und groß, in Flaschen-, Dattel- oder Erbsenform. Tomaten sind einfach zu schön! Und daraus kochen wir uns jetzt was Feines: Tomatensuppe mit Basilikumschaum und Bärlauch-Crostini!

Tomatensuppe

Für die Suppe benötigt Ihr:

1kg sonnengereifte Tomaten, am besten unterschiedliche Sorten

1 Lorbeerblatt

Olivenöl

1/2 l Gemüsebrühe oder Wasser

1 Schluck Gin

1 Zwiebel, grob gehackt

1 EL Muscovado-Zucker

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1 kl Vogelaugenchili

Für den Basilikumschaum:

0,1l Milch

1 Stengel Basilikum (ganz)

Für die Crostini:

2 Scheiben Weißbrot

Bärlauch-Pesto (Bärlauch, Parmesan, Walnüsse, Olivenöl, Salz – alternativ: Basilikumpesto)

Zubehör: großer Topf, Sieb, mittlerer Topf, kleiner Topf, großer Kochlöffel oder Stampfer, Schneebesen, Toaster

Zubereitungszeit: Für die Suppe ca. 1 Stunde, der Rest geht schnell:)

So geht’s:

Im großen Topf Olivenöl erhitzen, Zwiebel, Chili und Lorbeerblatt anschwitzen.

Tomaten waschen, halbieren oder vierteln und in den Topf geben. Zum Kochen bringen. Mit dem Stampfer die Tomaten zerquetschen. Den Zucker hinzugeben, gut unterrühren. Brühe oder Wasser hinzugeben und alles mit Deckel etwa 15 min köcheln lassen.

Lorbeerblatt und Chili rausfischen. Jetzt die Tomaten durch das Sieb in den kleineren Topf passieren. Diese Suppe jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken, einen Schluck Gin hinzugeben.

Im kleinen Topf die Milch mit dem Basilikum aufsetzen und einmal kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Tomatensuppe in Gläser füllen. Weißbrot toasten und mit dem Pesto bestreichen. Basilikum aus der Milch fischen und diese mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Auf die Suppe geben und sofort servieren!

Die Tomatensuppe ist purer Sommer im Glas und schmeckt auch wunderbar lauwarm oder kalt. Ihr könnt sie auch einfrieren und Euch im Winter die Sonne auf die Zunge zurückholen!

Guten Appetit!

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Ja, ich bin verrückt nach Spargel. Auch, weil bei dem tollen Gemüse sogar der Abfall köstlich ist. Wo sonst ergeben Schalen eine köstliche, leichte Suppe? Zusammen mit knusprig gebratenem Speck und geröstetem grünen Spargel ein Hochgenuss. (Bevor es dann mit den eigentlichen Spargel-Gerichten weiter geht:))

spargelsuppe2

Meine französische Kollegin C. kann den deutschen Hype um weißen Spargel nicht verstehen: (Stellt Euch den folgenden Ausspruch mit charmantem französischen Akzent vor!) „Ständig esst Ihr Spargel. Ihr feiert den Beginn der Saison, esst das Zeug andauern, habt sogar eigens Feste, Königinnen und Statuen für Spargel. Dabei schmeckt er nicht mal. Und immer, wenn ich irgendwo hinkomme, wird für mich Spargel gekocht, weil es so typisch deutsch ist. Ich hasse es!“

Unnötig zu sagen, dass C. beim gemeinsamen Mittagessen ungefährt acht Augenpaare ungläubig entgegenglotzten. Ach, sollen die Franzosen ihren grünen Spargel essen. Wir feiern unseren Weißen, feiern Feste, krönen Königinnen und bauen Statuen! Vive la weißer Spargel!

Habe ich schon erwähnt, wie genial ich es finde, dass wir sogar die Schälabfälle für köstliche… Oh, hatte ich bereits. Na gut, dann legen wir mal los!

Zutaten für Spargelsuppe für 4 Personen als Vorspeise:

Schalen und Endstücke von etwa 2kg Spargel

5 Stangen weißen Spargel

8 Stangen grünen Spargel

8 Scheiben Frühstücksspeck (Vegetarier ersetzen die Speckstreifen durch einige geröstete Croutons.)

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

Zitronensaft

Zucker

100ml süße Sahne, aufgeschlagen

1,5l Wasser

Zubereitungszeit: Ohne Schälen 30 min

Zubehör: Großer Topf, Messbecher oder 2. Topf, Sieb, Pürierstab, Eisenpfanne

So geht’s:

Schalen und Endstücken im Wasser mindestens 15 Minuten kochen.

Brühe über ein Sieb in einen zweiten Topf oder einen Messbecher abgießen, Schalen entsorgen. Spargelsud mit einer Prise Zucker, Salz, Pfeffer, Muskatabrieb und einem Spritzer Zitronensaft würzen. Zum Kochen bringen.

Vom weißen (geschälten!) und grünen Spargel die Köpfe abschneiden und beiseite legen. Restliche Stangen in Stücke schneiden und in der Suppe mitkochen. Etwa 10 Minuten kochen. Die Stücke sollten gar sein.

Wenn die Spargelstücke gar sind, mit dem Pürierstab pürieren und nochmals abschmecken.

Währendessen die Eisenpfanne erhitzen und die Speckscheiben von beiden Seiten knusprig braten, bis sie kross sind. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Jetzt die Spargelköpfe in der Pfanne anrösten.

Jetzt noch die Sahne unter die Suppe rühren.

In vorgewärmten Tellern anrichten und mit den Speckstreifen und den Spargelköpfen servieren.

Ein köstliches leichtes Gericht für sonnige Frühlingstage und der perfekte Auftakt für ein gemeinsames Spargelessen mit lieben Freunden!

Dazu hat uns übrigens ein milder Riesling vom Weingut BattenfeldSpanier geschmeckt. Sehr aromatisch, trocken und mineralisch, aber ohne die übertriebene Säure, die mir häufig den Rieslinggenuss vergällt. (9,50€/Flasche etwa bei Hawesko.)

Die Suppe lässt sich hervorragend vorbereiten oder aufheben. Dazu dann einfach ohne Einlage genießen oder diese kurz vor dem Servieren vorzubereiten. Resteverwertung at its best!

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Ihr wollt nach den Feiertagen ein bisschen leichter und gesünder essen? Wie wäre es mit einer vietnamesischen Pho Bo, einer frischen Reisnudelsuppe mit Rindfleisch und vielen köstlichen Aromen?

Wenn wir die Pho Bo nicht im besten Vietnamesen Münchens, dem „Jasmin“, essen können, müssen wir sie eben selber machen! Ein bisschen Zeit zum Einkaufen und für die Vorbereitung müsst Ihr mitbringen. Aber dann werdet Ihr verwöhnt mit verführerischen asiatischen Düften nach Koriander, Basilikum, Limette und einer kräftigenden Rinderbrühe.

Gibt es etwas Schöneres als eine Schale voll heißer Suppe, die hausgemacht und ohne fragwürdige Zusatzstoffe auskommt? Die Pho Bo weckt jedenfalls alle Lebensgeister, die über die Feiertage eingeschlafen sind!

Pho Bo_2

Für 4 Personen als Hauptgericht braucht Ihr folgende Zutaten:

Für die Brühe:

1 weiße Zwiebel

1 Daumenglied-großes Stück Ingwer

1 kg Markknochen vom Rind

1/2 kg Rinderbrust (oder ein anderes Stück, dass sich als Suppenfleisch eignet)

1 Anisstern

3 Nelken

5 cm Zimtstange

5 EL vietnamesische Fischsauce

Salz

Für die Suppen-Einlage:

250 gr Reisbandnudeln (Banh Pho (aus dem Asialaden))

200 gr Rinderfilet

Zum Anrichten:

3 Frühlingszwiebeln

100 gr Sojasprossen

1 Bund langblättriger Koriander (die Blätter sind lanzenförmig und heißen manchmal auch „Europagras“, alternativ: herkömmlicher Koriander)

1 Bund Koriander

1 Bund asiatischer Basilikum (Thai-Basilikum aus dem Asialaden)

2 frische Vogelaugenchilis

1 Limette

schwarze Pfefferkörner

Zubereitungszeit: etwa 4 Stunden

Zubehör: Großer Topf oder Bräter für die Suppe, große, tiefe Schalen zum Servieren

So geht’s:

Die Zwiebel halbieren und (ungeschält!) im Topf auf der Schnittfläche anrösten. Ingwer kurz einritzen oder flach klopfen und ebenfalls in den Topf geben. Knochen und Rinderbrust hinzugeben und mit 2-3 l Wasser aufgießen. Alles zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und rund 2 Stunden köcheln lassen. Dabei den Schaum immer abschöpfen.

Rinderbrust herausnehmen und beiseite legen. Anis, Nelken, Zimt, Fischsauce und eine Prise Salz hinzugeben. (Vorsicht! Die Fischsauce ist salzig. Lieber nachträglich noch mit Salz abschmecken!) Alles zusammen noch mal für eine Stunde köcheln lassen.

Die abgekühlte Rinderbrust in sehr feine Scheiben schneiden. Die Reisnudeln (je nach Packungshinweis!) eine halbe Stunde in kaltem Wasser einweichen. Nun das Rinderfilet ebenfalls in sehr feine Scheiben schneiden (notfalls vorher etwas anfrieren, dann geht es besser).

Frühlingszwiebeln, Kräuter und Sprossen waschen und trockenschleudern. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Chilis in dünne Ringe schneiden. Kräuterblätter abzupfen. Limetten achteln. Pfefferkörner grob im Mörser zerstoßen. Diese Zutaten auf einer Platte oder in Schüsselchen anrichten.

Nudeln kochen und über einem Sieb abgießen. Jetzt in den (idealerweise vorgewärmten!) Suppenschalen jeweils eine Portion Nudeln und einige Scheiben von dem gekochten sowie dem rohen Rindfleisch anrichten. Mit heißer Brühe begießen und sofort servieren.

Die Gäste nehmen sich nun selbst je nach Gusto Zwiebeln, Kräuter, Limette usw. Wer es weniger scharf mag, ist mit den Chilis vorsichtig! Die Einlage kann man gut mit Stäbchen essen, die Suppe selbst dann trinken oder löffeln.

Pho Bo ist ein betörend duftendes, wärmendes und sehr leichtes Gericht, das nach den Feiertagen richtig gut tut!

Wir haben uns für unsere erste Pho Bo an dem sehr guten Kochbuch „Vietnam – Küche & Kultur“ aus dem GU-Verlag orientiert. Ein Kochbuch, auf das wir immer wieder zurückgreifen, wenn uns die Sehnsucht nach unserem Lieblings-Vietnamesen in München übermannt!

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