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Posts Tagged ‘Tarte’

Neues Jahr, neue Tarte. Oder Quiche. Wie Du das köstlich herzhafte Mürbegebäck nennst, ist doch wurscht. Hauptsache, sie gelingt gut, schmeckt köstlich und macht Dich ein paar Tage lang glücklich, oder?

Heute ist bereits der letzte Tag im Januar und es gab noch keine Tarte 2017?? Unmöglich! Da muss ich doch gleich nachlegen. Ich liebe Tartes, wie Du vielleicht weißt (viele Rezepte für vegetarische, fleischhaltige, fischige, klassische oder ungewöhnliche Tartes findest Du hier.). Sie lassen sich so wunderbar vorbereiten, nehmen willig „Reste“ auf und schmecken auch am 2. Tag noch köstlich – egal ob kalt oder lauwarm! Weil wir beim Projekt „Speisekammer Detox“ festgestellt hatten, dass noch ein großer Sack geschnittener Lauch im TK-Fach schlummert, war klar: Eine herzhafte Tarte mit Lauch, Speck und Käse muss her! Voilà:

 Tarte mit Lauch und Speck Rezept Foodblog German Abendbrot

Ein weiterer Grund, die Tarte zu lieben: Mürbeteig gelingt (fast) immer! Dummerweise hatte ich die Hälfte des Weizenmehls durch Roggenvollkornmehl ersetzt (Speisekammer detox, you know?!). Aber das ging leider schief. Der Rand bröselte bei der leisesten Berührung und ließ sich nicht vom Rand lösen – trotz Einfettens. Keine Ahnung, was da schief lief. Halte Dich also unbedingt an mein bewährtes (!) Rezept. Dann klappt das mit dem Mürbeteig.

Rezept für meine Lauch-Speck-Pecorino-Tarte (26cm Springform)

Zutaten für den Mürbeteig:

200 gr Mehl (Weizenmehl 405)

1/2 TL Salz

100 gr weiche Butter

1 Ei

Alle Zutaten gut vermischen, bis ein geschmeidiger Teig daraus wird. Ich mache das mit den Händen.

Zu einer Kugel formen und in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben. Darin schon mal leicht ausrollen. Dann kühlt er schneller durch.

Beutel für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Zutaten für die Füllung:

2 EL Speckwürfel

250 in Ringe geschnittener Lauch

2 Eier

2 EL Creme fraiche

2 EL neutraler Frischkäse

75 gr Pecorino, gerieben

50 gr Parmesan, gerieben

Salz

weißer Pfeffer

etwas Butter für die Form und zum Anschwitzen

Zubehör: Rührschüssel, Pfanne, Tarteform (26 cm), Nudelholz, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 15 min für den Teig, 20 min für die Füllung, Backzeit ca. 35 min

So geht’s:

Während der Teig durchkühlt, bereitest Du die Füllung zu: Etwas Butter in der Pfanne anschwitzen. Speck darin anbraten. Lauchringe hinzugeben. Salzen, pfeffern, zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

Den Pfanneninhalt in eine Rührschüssel geben und mit dem geriebenen Käse sowie Creme fraiche und Frischkässe gut verrühren.

Zum Schluss die Eier unterheben. (Ist die Masse noch zu warm, gibt’s Rührei! Deshalb ist die Reihenfolge wie beschrieben sinnvoll!)

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Teig aus der Kühlung nehmen, Gefrierbeutel an einer Seite aufschneiden. Teigkugel auf den Gefrierbeutel legen und mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken. Jetzt den Teig zwischen den beiden Lagen mit dem Nudelholz ausrollen bis er die Größe der Tarteform hat.

Tarteform mit dem Rest Butter oder der Butterverpackung einfetten. Teig in die gefettete Form geben und mit einer Gabel anpieksen. Das Blindbacken spare ich mir, wenn es schnell gehen muss. (Ansonsten jetzt mit Backpapier und Linsen oder anderen trockenen Hülsenfrüchten abdecken und 15 min mit Papier, 5 min ohne blind backen.)

Die Füllung gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben.

Tarte etwa 35 min backen, bis die Masse komplett gestockt ist!

Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form heben (Das geht besonders gut, wenn man eine Tarteform mit losgelöstem Boden hat. Diese Anschaffung kann ich echt empfehlen!).

Die Tarte hebt sich locker 2 Tage auf. Sie bleibt auch saftig, wenn sie nicht zugedeckt wird. Vorsicht vor Frischhaltefolie! Darunter schwitzt sie und fängt an zu schimmeln!

Die Tarte schmeckt frisch aus dem Ofen und noch lauwarm natürlich am besten. Aber auch am nächsten Tag ist sie kalt ein wunderbares Mittagessen oder zusammen mit etwas Salat ein vollständiges Abendesse. Natürlich kannst Du sie (bei besserem Wetter!) auch zum Picknick oder in den Biergarten mitnehmen.

So, mal sehen, was als Nächstes wegmuss….

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Meine Vorstellung vom Himmel? Die Wolken sind aus Taleggio, das Gras aus Spinat. Und fleißige Engelchen haben den Mürbeteig schon vorbereitet, während überall vorgeheizte Öfen herumstehen, die rufen: „Schieb eine Tarte hinein!“

Ok, bevor Du jetzt die Männer mit der weißen Jacke anrufst, schau Dir einfach mal an, was ich für Dich habe:

Tarte

Na, willste ’n Stück?

Dann pflück‘ Dir ein Taleggio-Wölkchen und etwas Spinat und such‘ Dir ein Engelchen für den Mürbeteig. Denn das brauchst Du alles:

Zutaten für meine himmlische Spinat-Taleggio-Tarte:

Für den Mürbeteig:

200 gr Mehl

100 gr Butter

1 Ei

Prise Salz

Für den Belag:

500 gr frischer Spinat, gewaschen, belesen, gehackt

3 Eier

1 Zwiebel, geschält und fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gepresst

2 EL süße Sahne

1 TL Butter (und etwas Butter für die Form)

150 gr Taleggio

Salz

Pfeffer

Muskat

Optional: San Daniele Schinken in kleine Stücke gezupft

Zubehör: Eine beschichtete Pfanne, eine beschichtete Tarte-Form (26cm), Nudelholz, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 20 min (plus 30 min Backzeit)

So geht’s:

Die Zutaten für den Mürbeteig gut vermischen, durchkneten und einen Kloß formen. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.

Den 1 TL Butter in der Pfanne erhitzen. Zwiebelstückchen und Knoblauch darin anschwitzen. Spinat dünsten, bis er zusammengefallen ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit dem Nudelholz zu einem runden Fladen ausrollen (das geht am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie), der die Tarteform ausreichend bedeckt und noch etwas für den Rand übrig hat (also ca 30 cm Durchmesser).

Teig in die Form legen (bei nicht-beschichteten Formen vorher etwas buttern!) und kühl stellen.

Restliche Zutaten (Taleggio, Sahne, Eier) an die Spinat-Masse geben und gut vermischen. Final würzen und abschmecken.

Tarteform mit dem Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit den Gabelzinken kleine Löcher in den Teig stechen und die Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen (Achtung! Wirkt ziemlich flüssig. Passiert aber nix!)

Im Backofen auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen, bis die Ei-Mischung gestockt und relativ fest ist.

Wer mag, legt jetzt noch für ein paar Minuten die zerzupften San Daniele Stücke auf die Oberfläche und wartet, bis diese knusprig sind. Vegetarier lassen diesen Teil des Spaßes einfach weg.

Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Am besten lauwarm servieren und hmmmm…..

Fertig ist eine schnelle Freitagabend-Tarte, die herrlich cremig und spinatig-würzig ist. Ein absoluter Gaumen- und Seelenschmeichler. Mit dem würzigen und krossen San Daniele-Schinken ist sie rundherum köstlich! Und während sie bäckt, hast Du noch genügend Zeit, um Schlips und Schuhe von Dir zu werfen, den Weißwein zu öffnen, den Liebsten/die Liebste zu küssen. Na, klingt das nicht himmlisch?

Habt alle ein wunderschönes Wochenende!

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Meine Liebe für den Herbst dürfte dem geneigten Leser mittlerweile bekannt sein. Zumal er sich bisher von seiner sonnigsten, goldensten und buntesten Seite zeigt. Neben Nüssen, Esskastanien und Kürbissen (örks!) darf da auch ein herzhafter Zwiebelkuchen nicht fehlen:

Zwiebelkuchen1

He, sagst Du, klassischer Zwiebelkuchen wird mit Hefeteig gemacht! Da sage ich: Ätschibätschi, Mürbeteig geht schneller, ist unkomplizierter für Teig-Deppen wie mich und hält sich viel besser!

Da wird der Zwiebelkuchen schnell zur Zwiebeltarte. Wobei wir beim Lieblingsthema „Tarte“ wären 🙂

Zwiebelkuchen2

Im Gegensatz zur Pissaladière, wie der Franzose seine Zwiebeltarte nennt, und die es hier auch schon im Blog gab, kommt mein Zwiebelkuchen ohne mediterranes Gedöns daher, sondern mit Schinken, Emmentaler und – klar! – Zwiebeln!

Für eine Tarte-Form mit ca. 26cm Durchmesser benötigst Du folgende Zutaten:

Für den Mürbeteig:

1 Ei (M)

200 gr Weizenmehl

100 gr Butter

1 TL Salz

1 Prise Zucker

Für den Belag:

3 Eier (M)

500 gr Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten

150 gr Creme fraiche

150 gr Emmentaler, gerieben

4 Scheiben luftgetrockneten Schinken, kleingeschnitten

1 TL Kümmel

1 TL rosenscharfes Paprikapulver

Salz und Pfeffer aus der Mühle

Optional: 1 EL Butter zum Anschwitzen bzw. etwas Abzweigen zum Einfetten der Form

Zubehör: Rührschüssel, Tarte-Form (beschichtet, ansonsten fetten!), mittelgroßer Topf

Zubereitungszeit: ca. 30 min Vorbereitung, ca. 40 min backen, 10 min abkühlen

So geht’s:

Die Zutaten für den Mürbeteig gut vermischen (geht für mich immer noch am besten mit den Händen!). Eine Kugel formen und in einen Gefrierbeutel stecken. Mit dem Nudelholz (oder einer Weinflasche…) etwas flach drücken, damit der Teig besser durchkühlt. In den Kühlschrank legen.

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Währendessen im mittleren Topf etwas Butter sowie die Schinkenstücke anschwitzen, die Zwiebeln hinzugeben und schön glasig dünsten. Mit Kümmel, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Eier, Käse, Creme fraiche in der Rührschüssel gut verrühren. Eventuell etwas salzen.

Den Teig herausholen und mit dem Nudelholz ausrollen. Das geht am besten, wenn Du den Gefrierbeutel an einer Seite aufschneidest, so dass unten der Gefrierbeutel liegt, darauf der Teig. Dann legst Du noch etwas Frischhaltefolie auf den Teig und rollst diesen quasi zwischen den zwei Plastikschichten aus. So klebt nichts auf Arbeitsfläche und Nudeholz.

Den Teig in die beschichtete (ansonsten bitte mit etwas (!) Öl fetten) Form geben und andrücken. Mit einer Gabel einige Löcher in den Teig piksen.

Die abgekühle Zwiebelmischung mit der Ei-Käse-Masse vermengen, bis es schön gleichmäßig durchmischt ist.

Diese Masse auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen.

Auf der untersten Schiene ca. 40 min backen. Abkühlen lassen.

Am besten lauwarm zu einem Glas Rauscher oder Federweißer genießen! Die Tarte Der Zwiebelkuchen schmeckt auch kalt oder leicht aufgewärmt, hält sich einige Tage und ist somit ideal für Biergarten und Lunch-Box.

zwiebelkuchen

Bon Appetit!

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Hurrah, ein langes Wochenende steht vor der Tür! Vielleicht habt Ihr ja Lust noch mal auf die Suche nach Bärlauch zu gehen? Blitzschnell und köstlich ist eine schnelle Tarte mit Bärlauch und Feta!

Ein Friday Night Dinner Date kann man auch an einem Donnerstagabend durchführen, wenn am nächsten Tag ohnehin schon Wochenende ist. Also nehmt Euch Eure(n) Liebste(n), Eure beste Freundin, liebe Nachbarn, zuckersüße Töchter und Söhne oder einfach ein paar Kollegen und stoßt auf das Wochenende an!

Bärlauch_Quiche

Übrigens: Entgegen der „Urban Legend“ an darf auch den blühenden Bärlauch noch essen! (Sehen die Blüten nicht wunderhübsch aus?!) Keine Sorge. Generell gilt, dass blühende Pflanzen nicht gepflückt werden sollten, damit die Bienen noch ihren Bestäubungs-Job machen und die Pflanzen sich vermehren können. Aber wer – wie wir! – liebe Freunde hat, bei denen Bärlauch im Garten wächst, darf auch den blühenden pflücken, da der Bestand gesichert ist…

Zutaten für eine 26 cm Tarte-Form:

Für den Teig:

140 gr Weizenmehl

65 gr Butter

1/2 TL Salz

50 ml Wasser

(Mit der Innenseite der Butterverpackung die Tarte-Form auswischen; etwas Mehl für die Arbeitsfläche aufheben)

Für den Belag:

2 Eier (M)

100 gr fetten Joghurt (10%)

100 gr Feta, zerkrümelt

2 EL gewürfelten Speck (Vegetarier lassen ihn einfach weg!)

etwa 20 Blätter Bärlauch, grob gehackt

schwarzer Pfeffer

Salz (Achtung! Feta und Speck sind schon salzig!)

Zubehör: Rührschüssel, 26 cm Tarte- oder Springform, Nudelholz oder Weinflasche zum Teigausrollen, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: 20 min plus 30 min Backzeit

So geht’s:

Alle Zutaten für den Teig gut verkneten. Ich kann das am besten per Hand. Ihr könnt aber auch die Küchenmaschine verwenden. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und kaltstellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den gewürfelten Speck in der Pfanne auslassen und abkühlen lassen. Bärlauch hacken und mit dem Feta, dem Joghurt, den Eiern und dem Speck in einer Schüssel verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Die Tarte-Form fetten und den Teig hineingeben, an den Rändern gleichmäßig andrücken.

Nun die Bärlauch-Masse gut auf der Tarte verteilen und in den Ofen schieben. Auf mittlerer Stufe etwa 20 bis 30 min backen. Die Masse sollte gestockt und goldgelb sein.

Etwas abkühlen lassen und am besten lauwarm mit einem Glas Wein genießen!

Die Tarte schmeckt auch am nächsten Tag noch wunderbar. Wer mag, kann ein Stück einfach in einer Pfanne von unten erwärmen oder kurz in den Umluft-Ofen geben.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 1. Mai!

Ich bin ja eh ein großer Tarte-Fan. Es gibt kaum eine bessere Art, um Reste zu verarbeiten und auch für den nächsten Tag noch einen köstlichen Lunch zu haben. Mehr Tarte-Rezepte – von herzhaft bis vegetarisch, von fischig bis mediterran – findet Ihr hier.

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Sauerkraut ist ein wunderbares Winteressen.

Knackig, frisch und säuerlich ist es nicht nur köstlich, sondern strotzt nur so vor Vitamin C und Milchsäurebakterien, die jeder Erkältung den Garaus machen.

Aber wer will schon immer nur die klassische Variante mit Kartoffelpürree und Rippchen oder Frankfurtern essen? Sauerkraut lässt sich auch prima für herzhaft Gebackenes verwenden.

Sauerkraut Quiche

Besonders begeistert mich an dieser Form, dass man die Sauerkraut-Quiche bestens am Vortag zubereiten und dann als Mittagessen mit ins Büro nehmen kann. Denn sie schmeckt kalt und etwas durchgezogen mindestens ebenso gut wie lauwarm und frisch aus dem Ofen!

Für eine kleine Springform (20 cm) und 3 Baby-Tarte-Förmchen oder für eine mittlere Springform (etwa 26cm) benötigt Ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

125 gr backstarkes Mehl

65 gr Butter

1 TL Salz

50ml warmes Wasser

Für die Füllung:

300 gr Fasskraut, gut abgetropft

2 dünne Scheiben Tiroler Speck, in kleine Stücke geschnitten

100 gr Schmand

1 EL Frischkäse

2 Eier (Größe M)

etwas Mehl zum Binden

3 Wacholderbeeren

1/2 TL Kümmelsamen

Salz und Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 20 min Zubereitung + 1 Std. Kühlen + 30 min Backen

Zubehör: eine oder mehrere beschichtete Tarte-Formen (oder eine gefettete Springform!), Nudelholz, Frischhaltefolie, Teigschüssel, mittelgroßer Topf

So geht’s:

Zutaten für den Teig gut verkneten, bis sich eine hübsch homogene Masse ergibt. Ich kann das am besten mit den Händen. Ihr könnt das Ganze aber auch der Küchenmaschine überlassen. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und rund eine Stunde kühl legen.

Währendessen den mittelgroßen Topf erhitzen und die Speckstücke anschwitzen. Wacholderbeeren, Kümmel und das abgetropfte Kraut hinzugeben. Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze etwa 15 min dünsten. Wenn das Kraut viel Wasser zieht, anschließend noch mit offenem Deckel ausdampfen lassen.

Kraut aus dem Topf nehmen, gut abtropfen lassen – notfalls in einem Sieb – und in eine Schüssel geben. Abkühlen lassen, bis das Kraut nur noch maximal lauwarm ist. Mit Schmand, Frischkäse und den Eiern vermischen. Salzen und pfeffern. Falls die Masse sehr flüssig wirkt, mit etwas untergemischtem Mehl binden.

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitzte vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Mit dem Teig die beschichtete(n) oder gefettete(n) Form(en) auskleiden. Sauerkrautfüllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und auf der mittleren Schiene des Backofens etwa 20min backen.

Die Masse muss gestockt und der Teigrand fest sein. Das dauert bei jedem Backofen und je nach Größe der Form unterschiedlich lang. Da die Füllung sehr saftig ist, lieber 5-10min länger im Ofen lassen als die Quiche zu früh herauszuholen!

Etwas abkühlen lassen und entweder lauwarm oder am nächsten Tag kalt servieren.

Dazu passt ein Glas sauergespritzter Apfelwein ebenso wie ein Riesling!

Unter #lunchbox2015 auf Instagram sammeln Christiane von der Schabakery und ich übrigens unsere Guten Vorsätze bezüglich unserer Mittagessensgewohnheiten. Diese Quiche ist ein Teil davon! Habt Ihr Lust mitzumachen? Dann einfach auf Instagram die Fotos Eurer Lunchbox hochladen und mit dem Hashtag #lunchbox2015 taggen. Ich bin gespannt!

Und im wunderbaren Blog Kebo Homing findet monatlich ein Event „Typisch für…“ statt. Im Januar heißt es „Typisch für… …meine Region“. Was würde da besser zu Hessen und den Rheingau passen als eine Sauerkraut-Quiche mit einem Glas Riesling? Köstlich, gesund, einfach herzustellen und prima für’s Büro! Cheers!

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Die Mittagspause stellt Berufstätige wirklich vor eine Herausforderung! Wer will schon immer das ewig gleiche belegte Brötchen vom Bäcker essen, täglich viel Geld für den Mittagstisch ausgeben oder sich – noch schlimmer! – mit fragwürdigem Gebäck von der Tanke nebenan eindecken? Auch Kantinen sind nicht immer so verlockend, dass sie uns 5 Tage pro Woche glücklich machen. Und wer dann noch wissen will, was in seinem Essen drin ist, der kommt um mitgebrachtes Essen nicht herum. Nur: Nicht jedes Büro bietet Koch- und Aufwärmmöglichkeiten. Von Baustellen oder Ladengeschäften ganz zu schweigen! Und wer will die Kollegen schon mit stundenlang köchelnder Fischsuppe oder aufgewärmtem Wirsingeintopf quälen?

Alles ruft also nach dem Revival der guten alten Brotdose – neudeutsch: Lunchbox , noch schicker: Bentobox. Ich bleib bei Brotdose. Habe ich doch das Brot schon im Blognamen verewigt 🙂

Tina von Lunch for One jedenfalls sucht nach Rezepten für die Lunchbox und hat ein Gewinnspiel ausgelobt. Und da darf mein Lunch-Klassiker doch nicht fehlen: Tatatataaaaaa, la Tarte! La Forellen-Tarte, um genau zu sein:

Forellentarte

Tarte lässt sich perfekt am Vortag vorbereiten und schmeckt nach einer durchgezechten durchgezogenen Nacht sogar noch besser! Die Zutaten kann man gut im Vorratsschrank haben, am Wochenende frisch besorgen und etwas aufheben oder leicht auch noch schnell im Supermarkt besorgen, wenn erst spät aus der Arbeit kommt.

Wer mag kann zur Tarte noch etwas gewaschenen und trockengeschleuderten Salat in einer separaten Tupperbox mitnehmen (hält sich auch gut, wenn er am Vorabend eingetuppert und im Kühlschrank aufbewahrt wird), ein Glas mit einem abends angerührten Dressing passt auch noch in die Tasche. Die Tarte schmeckt aber auch ohne Salat sehr gut…

Zutaten für den Mürbeteig:

200 gr Mehl

1/2 TL Salz

100 gr Butter

1 Ei

Alles gut vermischen, bis ein geschmeidiger Teig daraus wird. Zu einer Kugel formen, in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben und darin schon mal leicht  ausrollen. Dann kühlt er schneller durch. Also: Beutel für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.

Zutaten für die Forellen-Füllung:

400 gr Filets von der Räucherforelle

1 Bund Schnittlauch, fein gehackt

2 Eier

250 gr Creme fraiche

50 gr neutraler Frischkäse

2 Frühlingszwiebeln (nur das Weiße)

Salz

weißer Pfeffer

Abrieb einer halben Bio-Zitrone

etwas Butter für die Form und zum Anschwitzen

Zubehör: Rührschüssel, kleine Pfanne, Tarteform (28 cm) oder kleine Tartelette-Förmchen, Nudelholz, Pinzette oder Grätenzange, Stabmixer oder Blender, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 15 min für den Teig, 20 min für die Füllung, Backzeit ca. 35 min

So geht’s:

Während der Teig durchkühlt, kümmern wir uns um die Füllung: Frühlingszwiebeln säubern, in feine Ringe schneiden und in etwas geschmolzener Butter in der kleinen Pfanne anschwitzen. Salzen, pfeffern, zur Seite stellen. Forellenfilets auf Gräten untersuchen und möglichst alle entfernen. Schnittlauch fein hacken. Jetzt alle Zutatenfür die Füllung – außer Schnittlauch und Zwiebeln – in eine Rührschüssel geben und mit dem Stabmixer grob pürieren. Es sollten noch Fischstückchen in der Masse sein! Zwiebeln und Schnittlauch unterheben und zur Seite stellen.

Teig aus der Kühlung nehmen, Gefrierbeutel an einer Seite aufschneiden. Teigkugel auf den Gefrierbeutel legen und mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken. Jetzt den Teig zwischen den beiden Lagen mit dem Nudelholz ausrollen bis er die Größe der Tarteform hat.

Tarteform fetten. Teig in die gefettete Form geben und mit einer Gabel anpieksen. Das Blindbacken spare ich mir, wenn es schnell gehen muss. (Ansonsten jetzt mit Backpapier und Linsen oder anderen trockenen Hülsenfrüchten abdecken und 15 min mit Papier, 5 min ohne blind backen.) Die Füllung gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 35 min backen, bis die Masse komplett gestockt ist!

Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form heben (Das geht besonders gut, wenn man eine Tarteform mit losgelöstem Boden hat. Diese Anschaffung kann ich echt empfehlen!) oder aus den Tartelette-Förmchen stürzen.

Da die Forellen geräuchert waren und das Ei komplett durchgebacken, hebt sich die Tarte locker im Kühlschrank 2 Tage auf.

Ein herzhaftes Dressing für die Mittagspause mache ich übrigens aus 1/3 Weißweinessig, 2/3 Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1/2 TL Senf und einer halben kleinen gekochten Kartoffel.

Die Tarte schmeckt frisch aus dem Ofen und noch lauwarm natürlich am besten. Aber auch am nächsten Tag ist sie kalt ein wunderbares Mittagessen – oder auch für Picknick und Biergarten geeignet. Tartes sind meine Geheimwaffe fürs Büro, fürs Buffet oder wenn mal Reste im Kühlschrank auf ihre Weiterverwendung warten. Ich bin gespannt, was Tina und ihre Gäste sonst noch in die Lunchbox packen!
”Pimp

 

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Eben geht mit einem Teller / Witwe Bolte in den Keller, / daß sie von dem Sauerkohle / eine Portion sich hole, / wofür sie besonders schwärmt, / wenn er wieder aufgewärmt.“ Wilhelm Busch, Max & Moritz

Witwe Bolte wusste eben, was gut ist. Aber ob sie auch von dem hohen Gehalt an Vitamin C und Milchsäure wusste? Beides dafür geeignet, um das Immunsystem zu stärken beziehungsweise Entzündungen zu hemmen. Damit ist Sauerkraut in der kalten Winterzeit perfekt, um Erkältungen vorzubeugen. Und nicht nur das: Seeleute nahmen den sauer eingelegten und somit haltbar gemachten Weißkohl mit auf lange Fahrt, um Skorbut zu trotzen – der schrecklichen Krankheit, die unter anderem auf Vitaminmangel zurückzuführen ist.

Die Liebe zu Sauerkraut ist mir als Hessin ohnehin in die Wiege gelegt. Aber immer die klassische Variante wäre ja langweilig. Also habe ich ein Rezept von der Website Kühne ausprobiert: Fasskraut-Quiche Winzerart – oder wie ich sie wegen meinem Faible für Tartes nenne, Sauerkraut Tarte!

Sauerkrauttarte

Für meine Variante habe ich das Rezept, das wunderbar funktioniert hat, ein klein bisschen abgewandelt: In meinen Belag kamen keine Äpfel und auch ein Ei weniger. Außerdem habe ich Schinkenspeck statt Schinken genommen. Zumal das Rezept hier vage blieb: Kochschinken? Luftgetrockneter Schinken?

Die Tarte ist saftig-würzig und ziemlich sättigend. Sie schmeckt auch noch 2-3 Tage später, wenn sie schön durchgezogen ist (der Boden aber nicht matschig wird!). Beim nächsten Mal mache ich sie lieber mit einem klassischen Mürbeteig, aber immer wieder gerne in dieser Variante.

Als Kraut habe ich übrigens das „Fasskraut natürlich-mild“ verwendet, das mir Kühne* zum Test zur Verfügung gestellt hatte. Für meinen Geschmack hätte es säuerlicher sein dürfen. Roh ist es aber ein Genuss. Ich hätte das Glas auch einfach so leer essen können (ich weiß, ich LIEBE Sauerkraut wirklich!). Und was mir gefällt: Der Inhalt besteht tatsächlich (laut Hersteller) nur aus Weißkohl und Salz. Denn diese schmackhafte, gesunde  Zutat braucht einfach nicht mehr! (Andere Kraut-Varianten von Kühne enthalten unnützerweise modifizierte Stärke oder Aroma. Also „Augen auf!“ beim Einkauf!)

Und jetzt bietet Erkältung und Skorbut die Stirn und macht Euch lecker Sauerkraut – ob roh aus der Hand, als Tarte oder klassisch zu Kartoffelpü und Rippchen! Bleibt gesund, Ihr Lieben!

*Hinweis: Das Kraut wurde mir von Kühne zum Test und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Dies dient ausschließlich der Information meiner Leser. Ich verfolge damit keine finanziellen Interessen und nehme auch nicht an Affiliate-Programmen teil.

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