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Posts Tagged ‘Walnüsse’

Im August habe ich mein letztes Pasta-Rezept gepostet? I werd’ narrisch! Dabei gibt es bei uns sicher mindestens 2 bis 3 mal im Monat Nudeln. Schön winterlich ist eine Pesto-Variante aus Wirsing und Walnüssen!

Unter meinen Topf 3 5 der All-time-Pasta-Favourites sind natürlich die köstlichen Ottolenghi-Nudeln mit Walnüssen und Salbei, die allerallerallerbeste Bolognese der Welt nach bEdW, die überraschende Kombination der Spinat-Curry-Shrimp-Pasta, die herrlich einfache Variante Cacio e Pepe sowie NATÜRLICH meine Strohwitwen-Nudeln.

Was ist Deine Lieblingspasta?

All die oben genannten Varianten kannst Du auch super im Winter zubereiten, da Tomaten aus der Dose, TK-Spinat und Salbei aus dem Topf statt vom Balkon legitime Ersatzzutaten ihrer frischen Geschwister sind – wobei es Spinat gerade wunderbar frisch auf dem Markt gibt!

Aber richtig winterlich wird es natürlich mit echtem Wintergemüse. Da steht für mich der Wirsing ganz oben auf der Liste der liebsten Wintergenüsse. Dort stehen auch Grünkohl und Sauerkraut. Aber der Wirsing ist einfach ZU hübsch! Und Walnüsse hast Du sicherlich auch in Deinen Weihnachtstüten und Päckchen gefunden, oder? Parmesan solltest Du eh immer im Haus haben – fertig ist das Wirsing-Walnuss-Pesto, das herrlich zu frischen Tagliatelle passt.

wirsingpesto

Irre: Am 30. Dezember, als wir dieses Gericht gemacht haben, schien ja sogar die Sonne!

Zutaten für eine große Portion Pesto, die locker für 4 Personen als Hauptgericht reicht:

Blätter von 1/2 Kopf Wirsing (ca. 350 gr)

40 gr Walnusskerne

40 gr geriebener Parmesan

10 EL mildes Olivenöl

Salz

Pfeffer

Muskat

Zubehör: Großer Topf, Mixer

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Wirsingblätter vom mittleren, harten Strunk befreien und waschen. In einem großen Topf mit gesalzenem Wasser die Blätter etwa 10 Minuten garen. Herausnehmen und gut abtropfen bzw. trocknen lassen. Das geht auf einem großen Geschirrtuch ganz gut.

Blätter grob zerkleinern und im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Walnüsse, Parmesan, Öl und die Gewürze hinzugeben und alles zu einem homogenen Pesto vermischen.

Tagliatelle kochen und abgießen. Nudeln nicht zu stark abtropfen lassen! Wieder zurück in den Topf geben und mit dem Pesto vermischen. Eventuell nachwürzen und noch etwas Olivenöl darübergeben.

Fertig ist ein günstiges saisonales Wintergericht mit viel gesundem Gemüse, Nüssen und einem ordentlich starken Aroma.

Bist Du auch Wirsing-Fan? Weitere Wirsing-Gerichte findest Du hier.

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Je kürzer und dunkler die Tage, desto mehr habe ich das Bedürfnis nach gesunder, bunter, schmackhafter Küche. Ob das eine sonnengelbe Kürbissuppe ist oder ein bunter, winterlicher Salat mit vielen herrlichen Aromen!

Was meine Stimmung diesen November aufhellt? Die bunten Blätter, die bei einem langen Morgenlauf auf mich herunterregnen. Eine alte Screwball-Comedy mit Cary Grant und Katherine Hepburn. 80er-Mucke im Radio (Nik Kershaw! Nena! Rick Springfield!), zu der ich im Home Office total peinlich rumtanze. Blätterkrokant umhüllt von Vollmilchschokolade, die auf der Zunge schmilzt. Und was hellt Deine Stimmung auf?

Natürlich funktioniert auch köstliches, aromatisches Essen wie dieser winterliche Salat mit Granatapfel:

Wintersalat

Die Granatapfelkerne geben einen schönen Crunch, fruchtige Säure und einen Hauch Exotik. Wenn Du den Saft ins Dressing gibst, hast Du noch mehr von dem wunderbaren Aroma…

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht – frei Schnauze:

Etwa 250 gr Feldsalat

Walnusskerne, grob gehackt

Sesamsaat

Granatapfel-Kerne

Parmesan, gehobelt (köstliche Alternative: Roquefort oder anderer Blauschimmelkäse)

braune Champignons, hauchdünn geschnitten

Für das Dressing:

Granatapfelsaft

Saft einer Mandarine

Olivenöl

Apfelessig

etwas Balsamico (dunkel und süß)

Salz und Pfeffer

etwas flüssiger Honig

Zubehör: Salatschüssel, Käsereibe, kleine Pfanne.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Alle Zutaten für das Dressing so vermischen, dass es Dir schmeckt. Gib etwas Zucker hinzu, wenn der Saft zu sauer ist. Oder mach’ das Ganze mit Öl noch etwas “mulmiger”. Am besten schüttest Du die Zutaten in ein Schraubglas, schließt es gut zu und schüttelst kräftig.

Walnüsse und Sesam vorsichtig etwas anrösten.

Den Feldsalat putzen und waschen. Schleudern und auf großen Tellern anrichten. Champignons darauf anrichten.

Walnüsse und Sesam darüber geben. Mit den Granatapfelkernen bestreuen. Dressing darübergießen und mit dem Parmesan garnieren.

Zu etwas Baguette oder Früchtebrot servieren.

Habt ein herrliches, kuscheliges, aromatisches, farbig-buntes, erholsames, wunderschönes Wochenende!

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Während im Lieblingsbuchladen Buchgenuss schon das lang ersehnte neue Ottolenghi-Kochbuch “NOPI” eingetroffen ist (engl. Ausgabe), arbeite ich mich noch ein bisschen an “Vegetarische Köstlichkeiten” ab. Mit einem herzhaften Linsen-Salat, der manche Überraschung bereithält!

Die nussigen, kräftigen Puy-Linsen haben es mir schon mal in einem provenzalischen Salat angetan. Von damals (Juli 2013!) hatte ich tatsächlich auch noch Linsen im Vorratsschrank, die endlich einmal weg sollten! In einem Schraubglas gut verschlossen und möglichst dunkel gelagert, haben die zwei Jahre aber den Linsen nicht geschadet. Trotzdem: Ich brauche Platz für selbst gemachtes Tomatensugo und eingelegtes mediterranes Gemüse.

Yotam Ottolenghi ist immer für eine Inspiration gut. Zahlreiche Rezepte habe ich durch ihn schon entdeckt, an unseren Geschmack angepasst, abgewandelt. Ich mag seine unkomplizierte, orientalisch angehauchte und immer um ein überraschendes Aroma, eine besondere Zutat ergänzte Küche sehr.

Deshalb bin ich auch gleich angesprungen auf seinen Salat aus Puy-Linsen, Radicchio und Malnüssen mit Manuka-Honig. Unsere Walnüsse sowie ein Rest Manuka-Honig sollten nämlich auch mal Platz schaffen für neue Vorräte.

Apropos Honig:

Du musst für das Rezept nicht extra den teuren, aus Neuseeland importierten Manuka-Honig kaufen. Ein anderer, würziger Honig (etwa Kastanien-Honig) tut es auch. Manuka-Honig gilt aktuell als Wundermittel. Dabei ist Honig generell antibiotisch und somit entzündungshemmend. Überleg doch mal, warum Honig nie schimmelt? Na? Siehste! In früheren Zeiten wurden sogar hartnäckige Wunden mit Honig versorgt. Und die alten Germanen oder Rittersleut’ hatten sicher noch keinen neuseeländischen Honig vorrätig. Also: Wer den würzigen Manuka-Honig bezahlen möchte oder sich aus Neuseeland mitbringen lassen kann, sollte das tun. Alle anderen können heimische Imker unterstützen und auf Balkon, Terrasse und im Garten viele unterschiedliche Blumen, Kräuter und Pflanzen anbauen, damit die fleißigen Bienchen was zu tun haben!

Weiter im Text:

Um noch mehr Vorräte neben Linsen, Walnüssen und Honig zu verbrauchen, habe ich im Rezept Radicchio durch Eichblattsalat ersetzt, etwas Staudensellerie zusammen mit den Linsen gekocht und Feta statt Pecorino über den Salat gegeben. Dill habe ich komplett weggelassen, bei den Gewürzen etwas mehr Schärfe genommen.

Du siehst, wie das bei mir läuft: Im Kochbuch gestöbert, im Kopf die Vorräte durchgegangen, angepasst und abgewandelt – fertig ist eine köstliche Variante eines Rezepts.

Vielleicht hast Du ja auch noch ein paar Ideen, um den Salat zu DEINEM Salat zu machen?

Salat Ottolenghi Linsen

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht mit ausreichenden Resten für die nächsten Tage:

60 gr Puy-Linsen

2 Lorbeerblätter

2 Stangen Staudensellerie, geputut und in Scheiben geschnitten

3 EL Rotweinessig

6 EL Olivenöl

4 EL Manuka-Honig

1/2 TL Chiliflocken

1/2 TL Kurkuma

70 gr Walnuss-Kerne

1/2 mittelgroßer Eichblatt-Salat

100 gr Feta, mit den Händen zerkrümelt

Blätter von 4 Zweigen Basilikum, grob gehackt

Blätter von 1 Zweig Minze, grob gehackt

Blätter von 6 Zweigen Petersilie, grob gehackt

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde

Zubehör: Backblech mit Backpapier, mittelgroße Schüssel, Topf mit Deckel, Sieb, Salatplatte oder flache Schüssel

So geht’s:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Linsen und Sellerie mit den Lorbeerblättern in einem ausreichend großen Topf mit Wasser gut bedecken und etwa 20 Minuten köcheln lassen (die Linsen sind auch gar noch bissfest!).

Währendessen in der mittelgroßen Schüssel 2 EL Honig, Chiliflocken, Kurkuma sowie eine kräftige Prise Salz verrühren. Eventuell einen Löffel Wasser hinzugeben, damit alles zu einer dickflüssigen Paste wird. Die Walnüsse unterrühren, bis sie komplett mit der Paste überzogen sind. Auf das Backpapier geben, gut verteilen und im Backofen rösten – das dauert ca. 20 Minuten. Zwischendurch einmal wenden. Die Walnüsse sind klebrig und werden goldbraun. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech abkühlen lassen, bis man sie anfassen kann.

Jetzt die Linsen in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und zurück in den Topf geben. Lorbeerblätter entfernen.

Essig, 3 EL Öl, 2 EL Honig, etwas Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer verrühren, bis der Honig kein Klumpen mehr ist. Alles unter die noch warmen Linsen mischen und Deckel halb schließen.

Den Eichblattsalat waschen und trockenschleudern, auf der Salatplatte anrichten. Im Topf die Kräuter mit den Linsen und dem Sellerie vermischen. Diese Masse auf den Salat geben. Dann die Walnüsse darüberstreuen und den Feta über den Salat krümeln. Eventuell noch das restliche Olivenöl darübergeben.

Zu dem Gericht braucht es kein Baguette oder eine andere Beilage, da die Linsen sowas von mächtig sind. Du kannst aber den Salat (ohne die Eichblatt-Blätter!) prima mehrere Tage aufheben und als kleinen Lunch oder als Beilage zu einem Steak essen. Tatsächlich sättigt er aber ausreichend!

Guten Appetit!

Linsen, Honig, Walnüsse, Gewürze… All diese Zutaten befanden sich in meinem Vorratsschrank und sollten Platz schaffen für Neues. Deshalb ist das Rezept mein Beitrag zum Dauerevent “Schatzsuche im Vorratsschrank” vom Magentratzerl. Nehmt Euch doch mal für’s Wochenende vor, Eure Regale und Schränke zu durchforsten, um Platz zu schaffen, Altes zu verbrauchen und das ein oder andere zu entdecken! Ihr kommt bestimmt auf tolle Ideen und habt gleich ein paar Gerichte für den Feierabend oder die Lunchbox!

Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

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Ein Klassiker unter den Drinks und dazu ein paar scharfe, hausgemachte Barnüsschen klingen wie eine Schlager-Band: Tom Collins und die Curry Walnüsse!

Das Friday Night Dinner Date muss nicht immer in großer Kocherei ausarten. Manchmal reicht etwas zum Knabbern und ein Absacker, bevor es zu Freunden, ins Kino oder einfach nur auf die Couch geht.

Ich habe gerne ein paar hausgemachte scharfe Nüsse im Haus. Die helfen über den größten Hunger hinweg und sind garantiert ohne Glutamat:

Currynüsse

Dazu etwa 60 Gramm Walnüsse (auch Mandeln oder ein exotischer Nussmix mit Cashew, Pekan, Macadamia schmecken gut!) knacken. Ein Eiweiß, 3 TL Salz, 1/2 TL Chilipulver und 2 TL Madras Currypulver vermischen. Die Walnüsse in der Mischung gut wenden, bis sie von allen Seiten benetzt sind.

Im Backofen bei 180 Grad ca 12 min auf einem Backblech mit Backpapier rösten. Vor dem Servieren abkühlen lassen.

Der Tom Collins war unser Weihnachts-Drink 2014. Wie auch in den Vorjahren haben wir den 4. Advent genutzt, um die perfekte Mischung zu finden. Je später der Abend, desto egal die Mischung… Hicks! Und von Fotos darf man in dem Zustand gar nicht mehr reden!

Ihr benötigt Eiswürfel. Damit füllt Ihr einen Tumbler oder ein zylindrisches Glas.

In einem Cocktailshaker mixt Ihr 2 Eiswürfel mit 6cl Gin, 3cl Zuckersirup und 3cl Zitronensaft, gießt das Ganze in das Eiswürfelglas und füllt den Rest mit Sodawasser auf. Eine Zitronenzeste sieht dazu noch hübsch aus.

Ein paar Nüsschen dazu und das Wochenende kann kommen! Cheers!

 

 

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Ein Icing aus heller Schokolade, Bier und Walnüssen ist die Krönung dieses saftigen Schokokuchens!

Dieser dunkelgraue Januar zieht sich. Er zieht sich wie die Dialogszenen in einem Ingmar-Bergman-Film, den man in OmU-Version in einem überheizten Programmkino mit unbequemen Stühlen schaut. Während man Kopfschmerzen hat. Und Hunger. So ungefähr fühlt sich dieser Januar an…

Viel besser hat das – wie jeden Monat! – Erich Kästner ausgedrückt in seinem Januar-Gedicht:

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Zeit also für ein bisschen Seelenstreicheln mit einem saftigen, dunklen schokoladigen Kuchen:

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Der besondere Clou ist der großzügige Schluck Ale, der an Teig und Glasur für einen etwas herben, malzigen Geschmack sorgen.

Für eine 26cm Springform benötigt Ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

150ml dunkles Bier (wer kein englisches Ale bekommt, nimmt ein deutsches!)

75gr dunkle Schokolade (ich habe diverse Schokoreste von Weihnachten gemischt. Je dunkler, desto besser)

100gr Butter + Butter zum fetten der Form

245gr Muscovadozucker (alternativ: brauner Rohrzucker)

2 Eier Größe M

180gr Mehl

1 EL Backpulver

1 TL Natron

eine Prise Zimt

Für die Glasur:

100gr helle Schokolade (ich hatte einen Schokonikolaus übrig)

50gr Butter

2 EL Bier

100gr Puderzucker

eine Handvoll grob gehackter Walnüsse

Zubehör: 26cm Springform, Rührschüssel, Handmixer oder Küchenmaschine, Topf und passende Metallschüssel für das Wasserbad, feines Sieb, Teigschieber

Zubereitungszeit: 20min + 45 Backzeit

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform gut fetten.

Die dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen und das Bier unterrühren. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. In der Teigschüssel Butter und Zucker miteinander zu einer homogenen Masse verquirlen. Eier hinzugeben und wieder gut vermixen. Die Bier-Schoko-Masse ebenfalls unterziehen. Mehl, Backpulver, Zimt und Natron gut miteinander vermischen und zusammen unter den Teig rühren.

Den fertigen Teig in die Springform geben und in der Mitte des Backofens etwa 45 min backen. Der Kuchen ist sehr saftig und je nach Backofen braucht er eventuell länger. Gerade in der Mitte blieb mein Teig noch lange feucht. Macht also unbedingt die Probe mit einem Holzstäbchen: Wenn kein Teig mehr hängen bleibt, ist der Kuchen fertig.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.

Währendessen in einem Wasserbad die helle Schokolade, Butter und Bier erwärmen und gut vermischen. (Achtung, die Masse muss langsam schmelzen und sollte nicht zu heiß werden oder gar kochen!) Währendessen die Walnüsse hacken.

Die Masse etwas abkühlen lassen, bevor Ihr den Puderzucker hineinsiebt und gut vermischt.

Nun die Glasur mit dem Teigschieber auf dem Kuchen verteilen. Ich habe nur die Oberseite bestrichen. Wer mag, kann auch die Ränder noch bestreichen. Abschließend die Walnusskerne verteilen.

Jetzt – endlich! – könnt Ihr den Kuchen anschneiden und Euch die schokoladige Saftigkeit auf der Zunge zergehen lassen.

Processed with Rookie

Und dann ist auch irgendwann dieser Januar vorbei…

Inspiriert hat mich Angela Hartnett mit ihrer Sendung zum “Great British Food Revival”. Ihr Kuchen ist höher, süßer, ohne Zimt und mit Haselnüssen. Ich habe den Zucker deutlich reduziert und mag die herberen Walnüsse lieber als Kontrast zur Schokolade. Haselnüsse sind mir zu süß.

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Wenn es schnell, köstlich und besonders sein soll: Dann habt Ihr ein Friday Night Dinner Date!

Hä? Ihr versteht jetzt gerade gar nicht, wovon ich rede? Vor vielen Jahren haben eine befreundete US-Kollegin und ich festgestellt, dass wir beide mit unseren Männern jeweils eine schöne Tradition pflegen: Freitags gönnen wir uns ein gemeinsames Dinner, um mit der Woche abzuschließen, um runterzukommen, um Pläne für’s Wochenende zu machen, um entspannt in den Samstag zu grooven…

otter

Dabei kann so ein Dinner Date auch mit Freunden stattfinden. Oder natürlich auch für einen alleine! Wichtig dabei ist jedoch: Es soll Euch entspannen! Deshalb gibt es idealerweise keine aufwendige Kocherei, sondern lecker Unkompliziertes. Dazu natürlich einen guten Wein! Oder auch einfach nur einen Drink und ein Häppchen, bevor es ins Lieblingsrestaurant geht oder in diesen neuen Griechen/Japaner/Italiener, den Ihr schon ewig ausprobieren wolltet, oder ins Kino oder zu Freunden.

Hauptsache Ihr haltet mal kurz inne. Atmet tief ein und wieder aus und freut Euch, dass die Woche hinter Euch liegt. Das ist das Friday Night Dinner Date! Kommt, setzt Euch mit an den Tisch. Bei uns ist immer noch ein Plätzchen frei.

Und deshalb stelle ich Euch hier am Freitagmorgen künftig Ideen für ein unkompliziertes aber köstliches Friday Night Dinner Date vor. Die Zutaten habt Ihr entweder daheim oder könnt sie schnell in der Mittagspause oder auf dem Nachhauseweg besorgen. Oder Ihr schickt den Link einfach an Eure Freunde, den Liebsten, die Nachbarin, bittet um Einkauf und serviert zum Dank abends ein schönes Essen. Deal?

Auftakt machen die vegetarischen Walnuss-Tagliatelle nach Yotam Ottolenghi:

Ottolenghi_Walnuss_PastaFür 2 hungrige Esser als Hauptmahlzeit benötigt Ihr folgende Zutaten:

400 gr frische Tagliatelle

50 gr Walnusskerne, grob gehackt und in der Pfanne kurz angeröstet

1 EL Butter

10-12 Salbeiblätter, in Streifen geschnitten (Ich hatte noch welche vom Sommer eingefroren. Bei frischen würde ich etwas weniger nehmen, da sie doch sehr intensiv sind!)

Abrieb einer mittelgroßen Bio-Zitrone

Saft einer halben Zitrone

50ml Sahne

1/4 Bund Petersilie, fein gehackt

Salz, schwarzer Pfeffer

Parmesan

Zubehör: Großer Pasta-Topf, große beschichtete Pfanne

Zubereitungszeit: Etwa 15 Minuten

So geht’s:

Butter in der Pfanne erhitzen. Wasser im Pastatopf langsam zum Kochen bringen. Salbeistreifen in der Butter anbräunen, bis er einen feinen Duft verbreitet. Dann Zitronenabrieb und Sahne hinzugeben. Salzen und pfeffern.

Währendessen die frische Pasta garen (geht bei frischer sehr schnell, etwa 3-4 Minuten).

Kurz bevor die Pasta fertig ist, den Zitronensaft, die Walnüsse und die Petersilie unter die Sauce geben. Pasta aus dem Wasser holen, etwas aber nicht komplett abtropfen lassen und in die große Pfanne zur Sauce geben. Alles sehr gut vermischen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Abschließend den Parmesan in Spänen darüberhobeln. Sofort servieren!

Dazu passt ein Chardonnay ebenso wie ein leicht gekühlter Spätburgunder.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch “Vegetarische Köstlichkeiten” von Yotam Ottolenghi, das wir von lieben Freunden zu Weihnachten bekamen und das ich Euch nur wärmstens ans Herz legen kann!

Ein Ottolenghi-Fan bin ich ja seit den Anfangstagen des Blogs. Schön, dass er jetzt auch unser Friday Night Dinner Date bereichert hat!

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Manchmal erschrecke ich vor mir selbst. Etwa wenn ich mich dabei erwische, dass ich morgens schon darüber nachdenke, am Abend Brownies zu backen. (Wer hier öfter mitliest, versteht, was ich meine: Ich würde eher morgens mit Augenbinde und auf einem Bein stehend ein 5-gängiges indisches Menü für 6 Personen zubereiten, als backen.)

Aber vielleicht ist der Bock auf was richtig, richtig Süßes, auf das Gefühl von was Fluffigem im Mund auch dem Wunsch nach einem Seelenstreichler geschuldet. Denn obwohl ich eher von der herzhaften Fraktion bin, tut was Süßes ab und an einfach der Seele gut. Wisst Ihr, was ich meine?

Und da ich momentan unter der Woche weder zum Einkaufen, noch zum Kochen und fast gar nicht zum Essen komme, bin ich in Gedanken mal die Vorräte durchgegangen:

Bitterschokolade: check!

Butter: check! (mit etwas Phantasie, s.u.)

Eier: check!

Mehl, Zucker, Backpulver: check!

Hmmm… Und womit pimpen wir das Ganze?

Cranberries: check!

Walnüsse: check!

Heraus kamen herrlich fluffige, süß-knackig-herb-saftige Seelenstreichler-Brownies:

Brownies_Walnuss

Für echte Brownie-Fans könnte sie vermutlich etwas “knatschiger” sein. Aber ich finde sie herrlich saftig und so leicht, als würde ich geradewegs auf ihnen ins Wohlfühl-Land schweben.

Ein Glas Milch dazu oder einen frisch aufgebrühten Kaffee und die Welt da draußen kann uns mal!

Zutaten für eine Backform 30×39 cm (etwas unorthodox aus der Vorratskammer zusammengesucht):

100 gr 70% Schokolade

25 gr Vollmilchschokolade

200 gr Muscovadozucker

100 gr Butter

100 gr Mehl

25 gr leicht gesalzene Butter

4 Eier

1 gehäuften TL Backpulver

60 gr kalifornische Walnüsse (süßer und milder als europäische)

100 gr getrocknete Cranberries

1 EL (etwa 40 gr) Preiselbeeren aus dem Glas

Zubehör: Metalschüssel und Topf für ein Wasserbad, Handrührgerät, Rührschüssel, Backform 30×39, 1 Bogen Backpapier

Zubereitungszeit: 20 min plus 20 min Backzeit

So geht’s:

Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Topf mit Wasser füllen und erhitzen. Metalschüssel in den Topf stellen. Butter und Schokolade in Stückchen schneiden und in die Metalschüssel geben. Schmelzen lassen und miteinander verrühren.

Währendessen Walnüsse und Cranberries grob hacken, Preiselbeeren dazu geben und zur Seite stellen. Zucker, Mehl, Backpulver und Eier mit dem Handrührgerät vermixen. Die geschmolzene Butter-Schoko-Masse unterrühren.

Walnüsse, Cranberries und Preiselbeeren unterheben.

Backform mit einem Bogen Backpapier auslegen. Die Teigmasse gleichmäßig in der Form verteilen – auch an den Seiten und in den Ecken, sonst ist der Brownie an den Seiten ganz platt.

Auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben und 20 min backen.

Nach der Backzeit mit einem Holzstäbchen prüfen, ob noch Teig hängen bleibt. Wenn nicht, ist der Brownie fertig.

Herausnehmen, abkühlen lassen und anschließend mitsamt Backpapier herausheben. In Quadrate schneiden, servieren, genießen.

Wer mag, streut noch Puderzucker über die Brownies. Wer die Brownies lieber knatschiger will, nimmt einfach 150 gr Preiselbeeren aus dem Glas und 50 gr Walnüsse. Aber die säuerlichen getrockneten Cranberries sind der Hit.

Und weil Brownies nicht nur ein tolles Valentinstaggeschenk sind – etwa für den Liebsten, die beste Freundin, die hilfsbereite Kollegin oder den Päckchen annehmenden Nachbarn – sondern auch so uramerikanisch wie Hot Dogs mit Sauerkraut und rauchende Colts, sind meine Seelenstreichler-Brownies mein Beitrag zum Blog-Event “Kulinarischer Roadtrip durch die USA” von bella kocht.

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

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